Wahlen in Osthessen: Parlamente, Bürgermeister und der Bundestag

In diesem Jahr können die osthessischen Bürger von Bürgermeister- über Kommunal- bis zur Bundestagswahl zur Urne schreiten.

Osthessen. Die Osthessen haben in diesem Jahr die Wahl – und zwar gleich mehrfach. Den Auftakt machen die Kommunalwahl und Ober-)Bürgermeisterwahlen am 14. März, im September steht dann die Bundestagswahl an.

Bei der Kommunalwahl werden neue Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente sowie Ortsbeiräte gewählt. Im Nachbarlandkreis Hersfeld-Rotenburg steht auch die Landratswahl auf dem Programm. Dabei tritt Amtsinhaber Dr. Michael Koch CDU) gegen den derzeitigen Landtagsabgeordneten Thorsten Warnecke von der SPD an. In Fulda und im Vogelsbergkreis werden keine Landräte gewählt.

Zahlreiche Parteien und Wählervereinigungen haben in den vergangenen Wochen ihre Kandidatenlisten für die Parlamente zusammengestellt und veröffentlicht. Am 14. März wird dann abgestimmt, wer die Kommunen für die nächsten fünf Jahre leiten wird.

In Fulda stellt sich Amtsinhaber Dr. Heiko Wingenfeld CDU) für eine weitere Amtszeit als Oberbürgermeister zur Verfügung. Im Gegensatz zur Wahl im Jahr 2015 hat er nur einen Gegenkandidaten, und zwar den SPD-Mann Jonathan Wulff, Chef der SPD-Fraktion im Fuldaer Stadtparlament. 2015 hatte Wingenfeld sich mit 66,6 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang gegen seine damaligen Kontrahenten Birgit Kömpel SPD, 22,7 Prozent) und Ralf Zwengel Grüne, 10,7 Prozent) durchgesetzt.

Bürgermeisterwahlen

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister werden in Hessen für sechs Jahre direkt gewählt. In Nüsttal tritt als einzige Bewerberin um den Chefsessel im Rathaus die Amtsinhaberin Marion Frohnapfel CDU) an. Sie ist seit 2015 Bürgermeisterin der Gemeinde.

Ebenfalls keinen Gegenkandidaten hat Klaus-Dieter Vogler in Dipperz. Der parteilose Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler möchte in seine dritte Amtszeit starten. Zwischenzeitlich war Mark Henkel von der CDU ins Rennen geschickt worden, doch der Anwalt zog seine Kandidatur zurück.

In Gersfeld stellt sich Bürgermeister Dr. Steffen Korell erneut zur Wahl. Fast ein Jahr nach dem geplanten Wahltermin im Mai 2020, der wegen der Corona-Pandemie verschoben worden war, haben die Gersfelder am 14. März die Wahl zwischen „Ja“ und „Nein“. Der zwischenzeitliche Mitbewerber Klaus Keidel, den die SPD nominiert hatte, zog seine Kandidatur bereits drei Monate vor dem ursprünglich geplanten Wahltermin zurück.

Und auch in Künzell wird nur der Amtsinhaber Timo Zentgraf parteiunabhängig) antreten. Zentgraf ist seit 2015 Rathaus-Chef und setzte sich damals gegen den CDU-Bewerber Christof Erb durch.

Bundestagswahl

Am 26. September steht dann die Bundestagswahl an. Im Landkreis Fulda steht bereits fest, dass die CDU mit dem derzeitigen MdB Michael Brand als Spitzenkandidat in die Wahl gehen wird. Birgit Kömpel, ehemalige Bundestagsabgeordnete, wurde von der SPD nach einer Wahlperiode außerhalb des Bundestages erneut nominiert. Die lokalen Spitzenkandidaten anderer Parteien stehen derzeit noch nicht fest.

Auf Bundesebene ist nur eines sicher: Angela Merkel wird nicht erneut antreten. Die Bundes-CDU will diesen Samstag bestimmen, welcher der momentanen Bewerber Friedrich Merz, Armin Laschet oder Norbert Röttgen den Spitzenplatz auf der Liste – und damit um das Amt des Bundeskanzlers – einnehmen wird. Die SPD hat bereits im August 2020 Olaf Scholz, derzeit Finanzminister und Vize-Kanzler, als Kanzlerkandidaten nominiert. Bei der FDP dürfte es keine Frage sein, dass Christian Lindner die Freidemokraten in den Wahlkampf führen wird. Bei den Grünen steht eine Spitzenkandidatin beziehungsweise ein Spitzenkandidat noch nicht fest.

Die nächste Landtagswahl in Hessen findet im Jahr 2023 statt.

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