Auch in Stadt und Kreis Fulda: Viele Kandidaten, ein Ziel - Wähl mich!  

Die vielfältigen Wahlplakate und Slogans einmal unter die Lupe genommen

Fulda - In fünf Wochen, am 24. September, ist Wahltag: Dann können all’ diejenigen, die auch dürfen, ihr Kreuzchen machen. Im Kreis Fulda beispielsweise bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag oder auch, um den neuen (oder alten) Landrat zu bestimmen. In Petersberg wird überdies ein neuer Bürgermeister gewählt, und im benachbarten Vogelsberg stehen neben der Landratswahl noch verschiedene Wahlen von Verwaltungschefs an. Pünktlich zum Ende der Sommerferien hat allerorten der Wahlkampf begonnen (für was auch immer), schmücken diverse Plakate die Straßen, Plätze und Winkel der Städte und Dörfer.

Beim Betrachten der Konterfeis fallen einem – zumindest mir – zunächst einmal diverse Lieder ein. Beispielsweise „Rock’n’Roll for President“ (Ted Herold): „Sie lächeln von den Wänden, in weißen Oberhemden, die Herren aus der Politik. Auf ihren Wahlplakaten steh’n nur die guten Daten, weil der gewinnt, der besser lügt...“

Auch beim heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Brand könnte einem angesichts des Mottos „Mensch.Brand“ ein Schlager in den Sinn kommen, nämlich Peter Alexanders „Hier ist ein Mensch“. Bezogen auf den Tür-zu-Tür-Wahlkampf, den sich auch die CDU auf ihre Fahnen geschrieben hat, heißt es dort trefflich unter anderem: „Hier ist ein Mensch, der will zu dir. Du hast ein Haus – öffne die Tür.“

Brands Parteifreund, Landrat Bernd Woide, vertraut auf einen kurzen knappen Slogan: „Aus Erfahrung gut“ heißt es da schlicht – wohl in Anlehnung an den einstigen Werbespruch von „AEG“. Dort warb man einst übrigens noch mit dem Zusatz „Darauf ist Verlaß“.

Woides Herausforderer, SPD-Mann Simon Schüler, will mit seinem Plakat Fortschritt und Kompetenz verknüpfen: „MIT DIR STARK“ verspricht er und versichert: „Keine Angst vor schweren Themen“. Im Übrigen sei die „Zeit für Neues“ gekommen, die Zukunft müsse „gemeinsam gestaltet werden“.

SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel will bei ihren Wählerinnen und Wählern für den rechten Durchblick sorgen und teilt bei Veranstaltungen rote Sonnenbrillen aus. Die sind versehen mit dem Zusatz „Guckst Du – Birgit Kömpel“; ein Spruch, der an den TV-Erfolg des Comedian Kaya Yanar „Was guckst Du?“ aus den frühen 2000er-Jahren erinnert. Damals gab es übrigens auch einen Alternativtitel, nämlich „Guckst du weita!“, was auch passend für die SPD-Brille gewesen wäre, denn Kömpel will ja weiter dem Bundestag angehören. Ihr tatkräftiges Motto lautet: „Die packt an“.

Damit ist sie wiederum ihrem Parteifreund nicht unähnlich, Landrat Manfred Görig: Der stellt in seinem Slogan ganz die Region in den Fokus, der er als Verwaltungschef weitere sechs Jahre vorstehen will: Den Vogelsbergkreis weiter voranbringen.

Dann gibt es da noch diejenigen Wahlplakate, die sehr viel Pathos beinhalten. Zum Beispiel die Grünen: „Umwelt ist nicht alles. Aber ohne Umwelt ist alles nichts“, heißt es beispielsweise, während wiederum die SPD Kultur bemüht: „Zum Land der Dichter und Denker passt eine Politik, die in Ideen investiert“. Kurz und knapp fallen dagegen die Sprüche einer Partei namens „Deutsche Mitte“ aus, die plakativ fordert: „Bildung statt Bomben“ beziehungsweise nach „Ausgewogenheit in den Medien“ verlangt. Noch rudimentärer ist da nur noch „Die Linke“, die diverse „Weiter so“-Slogans mit dicken schwarzen Balken versehen hat, bis nur noch ein Name übrig bleibt: Eben jener der Linken.

Unsere Übersicht kann schließlich nur ein kleiner Exkurs sein, weil schließlich 42 Parteien alleine zur Bundestagswahl antreten. Da dürfte in den kommenden Tagen noch so manche Wand plakatiert werden...

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