"Mit Dir im Bund": das Wappen des neuen Fuldaer Bischofs

Dr. Michael Gerber wird am 31. März offiziell in sein Amt eingeführt / Bild verweist auf geistliche Herkunft

Fulda - Wie jedes bischöfliche Wappen, so besteht auch das Wappen des neuen Fuldaer Bischofs Dr. Michael Gerber aus allgemeinen und persönlichen Elementen. Der grüne Hut mit den drei Reihen Quasten, der den Wappenschild umrahmt, steht für einen Bischof. Ein Erzbischof hätte demgegenüber vier Reihen Quasten, ein Kardinal statt grün rot als Farbe.

Hinter dem Wappenschild jedes Bischofs findet sich ein Kreuzesstab. Im Fall von Bischof Gerber ist dies sein Pilgerstab, den er seit 30 Jahren mitführt, wenn er mit jungen Menschen auf Pilgerwegen wandert. „Es handelt sich um das ‚Kreuz der Einheit‘ der Schönstattbewegung“, erläutert Fuldas künftiger Oberhirte.

Das Fuldaer Bischofswappen hat grundsätzlich in zweien der vier Felder des eigentlichen Wappenschildes ein schwarzes Kreuz auf silbernem Grund. „Das erinnert mich in diesem Jahr besonders an die 1275-Jahr-Feier der Klostergründung in Fulda durch den Heiligen Sturmius“, betont der Bischof. Im rechten oberen Feld des Wappenschildes sind zwei goldene Hände auf rotem Grund zu sehen – die Hand Gottes aus einem Regenbogen und die Hand des Menschen, die sich ihr entgegenstreckt.

„Dieses Bild verweist auf meine geistliche Herkunft. Ich habe die Darstellung dem Grundstein der Schönstattkapelle von Merzhausen bei Freiburg entnommen, die ich in entscheidenden Momenten meines Lebens immer wieder aufgesucht habe. So war es auch nach dem Anruf des Domkapitels, dass ich zum Bischof von Fulda gewählt worden sei.“

Die Darstellung der beiden Hände war schon Teil seines weihbischöflichen Wappens in Freiburg, ebenso wie sein 2013 gewählter bischöflicher Wahlspruch „Tecum in foedere – Mit Dir im Bund“, der unter dem Wappenschild angebracht ist.

Im linken unteren Feld des Wappenschildes ist die goldene Glocke der Heiligen Lioba auf blauem Grund zu sehen. Inspiriert ist sie von der Kongregation der  Heiligen Lioba in Freiburg. Bischof Gerber sieht hier einen besonderen Bezug zwischen den Diözesen Freiburg und Fulda, denn die Heilige Lioba, ehemalige Äbtissin von Tauberbischofsheim im Erzbistum Freiburg, ruht auf dem Petersberg bei Fulda.

Über  sie besteht auch ein verwandtschaftlicher Bezug zum Bistumspatron von Fulda, dem Heiligen Bonifatius. „Ein Bischof von damals und ein Bischof von heute sind so eingebunden in ein Netzwerk von Menschen unterschiedlicher Berufungen“, stellt Bischof Gerber heraus. Sein Wahlspruch „Tecum in foedere – Mit Dir im Bund“ verweise auf den Bundesgedanken im Alten und im Neuen Testament, wo der Mensch als Bundespartner Gottes angesehen werde.

Das Wappen von Bischof Gerber wurde inzwischen über seiner Kathedra im Fuldaer Dom angebracht und findet darüber hinaus auch auf Briefpapier und in Druckerzeugnissen Verwendung. Der neue Oberhirte des Bistums Fulda wird am Sonntag, 31. März, offiziell in sein Amt eingeführt.

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