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Warnstreik am Donnerstag: Klinikum und Kitas betroffen

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Das Klinikum ist am Donnerstag vom bundesweiten Ärztestreik betroffen
Das Klinikum ist am Donnerstag vom bundesweiten Ärztestreik betroffen © Archiv

Am Donnerstag sind Warnstreiks angekündigt. Davon betroffen ist auch das Klinikum Fulda sowie Kitas der Stadt Fulda.

Der Marburger Bund hat für Donnerstag bundesweit Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Davon ist auch das Klinikum Fulda betroffen.

„Die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Klinikum Fulda ist durchgängig sichergestellt“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda. Klinikum und Marburger Bund haben sich auf eine Notdienst-Vereinbarung, die die medizinische Notfallversorgung sicherstellt, verständigt.

Aufgrund der aktuell sehr hohen COVID-19-Inzidenz fehlen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz, da sie sich aufgrund von Infektionen in häusliche Isolation begeben müssen. Dadurch sei die personelle Lage ohnehin schon angespannt. Vor diesem Hintergrund sei es nicht auszuschließen, dass es aufgrund des Warnstreiks - auch kurzfristig - zu Absagen bereits geplanter und nicht-dringender Diagnostik und Therapie kommen kann.

Wie hoch die Beteiligung der Ärzteschaft des Klinikums sein wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Die zentrale Streikkundgebung soll am Römerberg in Frankfurt am Main stattfinden. Die bisherigen vier Verhandlungsrunden für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken waren ohne Ergebnis geblieben. Der Marburger Bund wirft den Arbeitgebern eine „Verweigerungshaltung“ vor. Aus Sicht der Krankenhäuser ist der Streikaufruf nicht nachvollziehbar, da die bisherigen Verhandlungen in konstruktiver Atmosphäre verlaufen sind.

„Unsere Patientinnen und Patienten bitten wir für mögliche Unannehmlichkeiten schon jetzt um Entschuldigung“, so Menzel,

Situation in den Kitas

Von den Warnstreiks im Erziehungs- und Sozialdienst sind am Donnerstag auch Kindertagesstätten der Stadt Fulda betroffen. Eltern müssen sich auf massive Einschränkungen des Betreuungsangebots einstellen. Nach gegenwärtigem Stand werden am von den insgesamt 17 städtischen mindestens sieben komplett bestreikt, weitere zwei sind nur teilweise geöffnet.

Nach einer vorläufigen Übersicht des Amts für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda sind folgende Einrichtungen aufgrund des Warnstreiks voraussichtlich komplett geschlossen: Kita „Entdeckerinsel“ Münsterfeld, Kita Maberzell, Kita „Spatzennest“ Edelzell, Kita „Sonnenschein“ Aschenberg, Kita Johannesberg, Kita „Hobbits“ Ziehers-Süd und die Kita „Sonnenblume“ Horas. In der Kita „Miteinander“ Südend wird der U3-Bereich bestreikt, während die Ü3-Kinder betreut werden; in der Kita Haimbach ist jeweils eine U3- und eine Ü3-Gruppe geöffnet. Die Stadt Fulda bittet alle betroffenen Eltern, sich über die aktuelle Entwicklung und mögliche weitere Schließungen über die städtische Kita-App beziehungsweise über die Kita-Leitungen zu informieren.

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