Warntag als wichtiger Test der bundesweiten Warninfrastruktur

Der Warntag soll sowohl Funktion und Ablauf der Warnung besser verständlich machen als auch auf die verfügbaren Warnmittel hinweisen: In Fulda und im Vogelsbergkreis waren jedoch keine Signaltöne zu hören.

Fulda - Am heutigen 10. September wird um 11 Uhr erstmalig seit 1990 wieder ein Probealarm in ganz Deutschland durchgeführt. „Bis zum Beginn der Corona-Pandemie war Deutschland in jüngerer Vergangenheit glücklicherweise vom Auftreten großer Gefährdungslagen verschont geblieben. Doch unsere Erfahrungen mit der Pandemie in diesem Jahr haben das Bewusstsein neu geschärft, dass die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung ein unerlässlicher Baustein für die Bewältigung umfangreicher Gefährdungslagen ist. Der deutschlandweite Warntag setzt genau dort an – mit dem Ziel, uns alle in Deutschland wirkungsvoll für das Thema Warnung in Notlagen zu sensibilisieren. Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt diese wichtige Initiative von Bund und Ländern ausdrücklich, zumal wir als freiwillige Hilfsgesellschaft des Staates im Fall von Gefährdungslagen eng mit den Behörden und der Bevölkerung zusammenarbeiten“, erklärt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Dieses Zusammenwirken weiter zu stärken, könne nur im Interesse aller sein.

Der Warntag soll sowohl Funktion und Ablauf der Warnung besser verständlich machen als auch auf die verfügbaren Warnmittel hinweisen. „Für das DRK ist entscheidend, dass mit diesem Tag auch auf neue Wege der Warnung wie zum Beispiel mittels Warn-Apps und digitaler Werbeflächen aufmerksam gemacht wird. So können innerhalb kürzester Zeit noch mehr Menschen in der Bevölkerung erreicht werden“, sagt Hasselfeldt. Dennoch komme auch den altbewährten und nun bundesweit einheitlichen Sirenensignalen weiterhin eine zentrale Rolle zu. All diese und weitere Warnmittel trügen zur flächendeckenden Verbreitung verlässlicher staatlicher und behördlicher Informationen bei.

Der Warntag soll ab diesem Jahr jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Nähere Informationen unter: www.bundesweiter-warntag.de

Mithilfe des DRK kann sich jeder auch ganz individuell auf den Notfall vorbereiten, zum Beispiel im Rotkreuz-Kurs „Fit in Erster Hilfe – persönliche Notfallvorsorge“. Der 90-minütige Kurs vermittelt neben individuellen Empfehlungen zu persönlichen Vorkehrungsmaßnahmen auch einen ersten Einblick in allgemeine Verhaltensregeln für den Notfall, unter anderem mögliche Vorgehensweisen für amtliche Warnmeldungen. Bei Ihrem DRK vor Ort erfahren Sie, ob und wann der Kurs angeboten wird: www.drk.de

Update: Die Sirenen heulten fast überall: In Fulda und im Vogelsbergkreis blieb es ruhig.

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