Was der „CityBot“ alles kann

Der „CityBot“ während des Besuches der Ministerin. 
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Der „CityBot“ während des Besuches der Ministerin. 

Hessische Digitalministerin bei der „Edag Group“: Ein Papierknäuel und die Folgen

Fulda/Petersberg. Am Ende stand ein Vorschlag der Ministerin: Das ihr präsentierte Modell des „CityBot“ könne man doch „SinemusBot“ nennen. Man darf gespannt sein, ob die Verantwortlichen der „Edag Group“ diesen Hinweis aufnehmen, den Hessens Digitalministerin Professor Dr. Kristina Sinemus da unterbreitet hatte. Nachdem sie vor gut einem Jahr erstmals mit dem „CityBot“ konfrontiert worden war, machte sie sich nun mit Kassels Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber und den beiden Fuldaer Landtagsabgeordneten Silvia Brünnel und Markus Meysner in Petersberg ein Bild von den Fortschritten des KI-Technologieträgers. Mit diesem wollen Dauerstau, chronischer Parkplatzmangel und Gedränge irgendwann der Vergangenheit angehören. Denn die immer weiter wachsenden Städte sollen smarter werden – fernab von, Stress und Hektik, von Smog und Lärm.

Die Ministerin zeigte sich sehr beeindruckt sowohl von dem „CityBot“ als auch generell von den innovativen Leistungen der Unternehmensgruppe, die vertreten wurde durch Dirk Keller, Geschäftsführer der „Edag Production Solutions GmbH & Co. KG“, Harald Keller, COO der „Edag Engineering GmbH“ und Holger Merz, CFO der „Edag Engineering GmbH“. Laut Sinemus könne die „Edag“ mit ihren technologischen Errungenschaften dazu beitragen, dass der ländliche Raum weiter gestärkt werde. Das Unternehmen versteht sich selbst als unabhängiger Ingenieurdienstleister für die globale Automobilindustrie.

Im Gegensatz zu Sinemus‘ Besuch Anfang Juli 2020 hat der „CityBot“ fahren gelernt – und noch einiges mehr. Dies wurde deutlich bei dem Experiment, das unter der Regie des zuständigen „Edag“-Projektleiters Michael Jahn ablief: Die Ministerin warf ein zerknülltes Stück Papier zu Boden, das mit Sensoren ausgestattete Roboterfahrzeug näherte sich, der von einer Kamera gesteuerte Greifarm fuhr aus, schnappte sich das Papierknäuel, beförderte es in einen am Heck angebrachten Behälter und fuhr in die Ausgangsposition zurück.

Jahn zufolge ist der Bereich, in dem der „CityBot“ eingesetzt werden kann, äußerst vielfältig. Beispielsweise könne das vernetzte, autonome Roboterfahrzeug, das mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h unterwegs ist, in verschiedenen Transport- oder Arbeitssituationen im städtischen oder industriellen Bereich zur Anwendug kommen. Eben beim Sammeln von Abfall, der Pflege von Gartenanlagen oder beim Transport von Objekten.

Neben der Geradeaus- und Kurvenfahrt beherrscht der Prototyp auch die Diagonal- und Querfahrt. Die Routenplanung übernimmt eine Verkehrsflusssoftware, die die gesamten Begegnungen der Roboterfahrzeuge koordiniert und so garantiert, dass sich keine Stauungen im System bilden. Angedacht ist, dass die „CityBots“ in Zukunft in abgegrenzten Arealen einer so genannten „Smartcity“ – wie sie beispielsweise gegenwärtig in Eichenzell entwickelt wird – auch Personen transportieren können.

Sinemus freute sich auch als Vorstandsvorsitzende des Vereins „House of Digital Transformation“ darüber, dass die „Edag Group“ als Mitglied gewonnen werden konnte. „Hiervon wird unsere ,Mission Smart Region‘ profitieren. In diesem Arbeitskreis vernetzen wir Anbieter aus Wirtschaft und Wissenschaft, die Kommunen helfen, mit digitalen Lösungen smarter werden“. Der „CityBot“ zeige auf, dass vor allem beim Personen- und Güterverkehr enorme Chancen der digitalen Transformation liegen.

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