Weitergehende Einschränkungen zur Eindämmung der Coronakrise

Kontaktverbot anstatt Ausgangssperre / Schließungen betreffen Gastronomiebetriebe und Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege  

Region - Vor dem Hintergrund der Coronakrise haben  sich  Bund und Länder in einer Telefonkonferenz  am Sonntagnachmittag verständigt, ein umfassendes Kontaktverbot zu beschließen. 

Wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier um kurz nach 17 Uhr während einer digitalen Pressekonferenz sagte, sei die "Lage sehr sehr ernst". Im Endeffekt komme es darauf an, dass sich die Menschen an die Anordnungen  hielten und ihre Kontakte auf das Allernötigsten beschränkten. Die schrecklichen Bilder aus Italien  oder auch Spanien stünden jedem warnend vor Augen. Hessen hatte bereits am Freitag verschiedene Maßnahmen verkündet, Bayern ein beschränktes Ausgehverbot beschlossen.

Am Sonntag nun wurde folgender Neun-Punkte-Plan beschlossen:

1. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer  weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person, oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet.

2. Generell soll der Kontakt zu anderen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

3. In der Öffentlichkeit muss ein 1,50-Meter-Abstand eingehalten werden. "Gruppen feiernder Personen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel".  

4. Gastronomiebetriebe sollen geschlossen bleiben. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause. 

5. Auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege - darunter Friseure und Kosmetikstudios sowie Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe - sollen geschlossen sein. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

6. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von Ordnungsbehörden und Polizei überwacht und sanktioniert werden.

7. Hygienevorschriften sollen in Betrieben für Mitarbeiter und Besucher eingehalten werden.

8  Der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche und Hilfe für andere sowie zu erforderlichen Terminen und Prüfungen  oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sollen der Vereinbarung zufolge aber weiterhin möglich sein.

Die Punkte gelten zunächst für zwei Wochen, so die Vereinbarung.

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