Dag Wehner zum Bürgermeister von Fulda gewählt

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Fulda. CDU-Bewerber setzt sich mit 33 zu 24 Stimmen gegen den Oppositions-Kandidaten Michael Thomas Grosch durch.

Fulda. Der neue Bürgermeister von Fulda heißt Dag Wehner. Der 46-Jährige, acht Jahre Ortsoberhaupt in seiner Heimatgemeinde Kalbach, tritt zum 1. Juli für sechs Jahre das Amt in der Barockstadt an. Die Wahl war notwendig geworden, weil der frühere Amtsinhaber Dr. Wolfgang Dippel nach der Landtagswahl als Staatssekretär nach Wiesbaden ins Hessische Ministerium für Soziales und Integration gewechselt war. Wehner setzte sich gegen den FDP-Kandidaten Michael Thomas Grosch durch, der von der Opposition unterstützt wurde. In der Sondersitzung der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung fielen auf Wehner 33 Stimmen, 24 auf Grosch (bei einer Enthaltung).

Insgesamt hatte es drei Bewerbungen für den vakanten Posten gegeben, wovon eine sich letztlich als ungültig erwies. Die Opposition im Fuldaer Stadtparlament kritisierte die frühe Festlegung und öffentliche Bekanntgabe für Wehner weit vor Ende der Ausschreibungsfrist durch die CDU, damit habe man vollendete Tatsachen geschaffen und mögliche weitere potenzielle Kandidaten von einer Bewerbung abgehalten. Gleichwohl habe man mit beiden Bürgermeister-Bewerbern im Vorfeld der Wahl konstruktive Gespräche geführt. Grünen-Fraktionssprecher Ernst Sporer brachte es auf den Punkt: "Beide Kandidaten haben nur einen Schwachpunkt: Sie gehören der falschen Partei an."

Oberbürgermeister Gerhard Möller gratulierte "seinem" neuen Bürgermeister und bot Wehner eine kollegiale Kooperation und tatkräftige Zusammenarbeit im Magistrat an. "Sie genießen mein uneingeschränktes Vertrauen. Wir werden ein gutes und erfolgreiches Team sein", sagte Fuldas OB.

Wehner sprach von einem ganz besonderen Tag für sich und seine Familie - "ein Tag der Freude und Dankbarkeit." Er bot auch jenen, die ihn nicht gewählt hätten, eine gute und unbürokratische Zusammenarbeit an. In den nächsten Wochen werde er in Kalbach einen geordneten Übergang der Amtsgeschäfte vollziehen, "bevor ich ab 1. Juli voller Enthusiasmus meine Energie für die Menschen und die Stadt Fulda einsetze." Er werde das Bürgermeisteramt überparteiisch und überparteilich ausüben und den Fuldaer Bürgern auf Augenhöhe begegnen. "Für parteipolitisch motiviertes Gezänke und Selbstdarstellung stehe ich allerdings nicht zur Verfügung." Wehner schloss seine Antrittsrede mit einem Goethe-Zitat: "Der Worte sind genug gewechselt. Nun lasst uns endlich Taten sehen."

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