Weihnachtsmarkt inklusive: Menschen mit Behinderung arbeiten an 22 Buden mit

Inklusiver Weihnachtsmarkt in Fulda.
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Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen zeigt auch die Stadt Fulda, dass sie die "inklusivste Stadt Deutschlands" ist.

Fulda - Für Rachel ist es ein Erlebnis: Sie arbeitet einen Tag lang auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt mit. Normalerweise lebt sie bei "antonius-Netzwerk Mensch" und hat auch dort ihre Aufgaben. "Es ist mir eine große Ehre, hier mitmachen zu können", sagt sie, nachdem sie mit der Blockflöte "Alle Jahre wieder" gespielt hat.

Insgesamt 22 Menschen mit Behinderungen arbeiten am heutigen Dienstag in 22 Buden auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt. Matthew beispielsweise hilft bei der "Beerenobstgemeinschaft Rhön-Vogelsberg" mit und schenkt fleißig fruchtige Glühweinsorten oder auch Heiße Schokolade mit Sahne aus. Normalerweise arbeitet er in der Holzwerkstatt von antonius". "Das ist eine ganz tolle Idee", sagt Felix Wessling von der "Heimat". Auch in seinem Stand an der Stadtpfarrkirche arbeitet einen Tag lang jemand von "antonius" mit.

"Wir wollen etwas für den Zusammenhalt in der Gesellschaft tun", so Rainer Sippel, der Geschäftsführer von "antonius". "Heute rücken Menschen mit Behinderung wieder an den Rand. Dagegen möchten wir ein Zeichen setzen", sagt er über die Aktion, die gemeinsam mit der Stadt Fulda bereits vor vier Jahren initiiert worden war. Schirmherr ist Bürgermeister Dag Wehner. Mit dem Einsatz von Menschen mit Behinderungen würden Berührungsängste und Vorurteile abgebaut. "Es ist ein Beitrag zur Demokratie", ist Sippel überzeugt.

Christoph Jestädt von der "Beerenobstgemeinschaft Rhön-Vogelsberg" sagt: "Wir bekommen top-motivierte Mitarbeiter und freuen uns jedes Jahr wieder darüber." Der inklusive Weihnachtsmarkt in Fulda sei "eine tolle Bühne für Fulda, sich als weltoffene und inklusive Stadt zu präsentieren". Auch Josef Hahner ("Jupp Hahner") hat bisher nur gute Erfahrungen mit den "antonius"-Mitarbeitern gemacht.

Marek Saalfeld, Leiter des "gestalten:werk" von "antonius", erzählt, dass einige Standbetreiber bereits vor dem offiziellen Start der Aktion angefragt haben, ob sie in diesem Jahr wieder Unterstützung durch "antonius"-Bewohner bekämen. "Da sind schon echte Freundschaften entstanden", freut er sich.

Bei "antonius" wurde laut Saalfeld gefragt, wer Lust habe, auf dem Weihnachtsmarkt dabeizusein. "Viele haben sich gemeldet und so konnten wir 22 Menschen an die Weihnachtsmarktbuden vermitteln". "Johannes will immer zu uns kommen", sagt Petra, die Betreiberin der "Wildwurst"-Bude. Und Rita von "antonius" verkauft in diesem Jahr Salami in allen Variationen. "Danke, dass ich dabei sein darf", sagt sie mit Tränen in den Augen. Felix und Evangelos haben den Tag an der Weihnachtspyramide begonnen, wo laut Mitarbeiter Lennart zunächst das Putzen der Fenster auf dem Programm stand. "Sie machen heute alle Aufgaben mit", sagt er.

Die Teilnahme von 22 Ständen ist ein neuer Rekord, so Sippel. Zu erkennen sind die inklusiven Buden an einem blauen Schild. ""Die Aktion ist nachahmenswert - nicht nur am Weihnachtsmarkt", so Schirmherr und Bürgermeister Wehner. Sippel und Saalfeld dankten den Standbetreibern, die den Menschen mit Behinderung die Chance geben, einen Tag lang aus dem Alltag auszubrechen und eine ganz andere Aufgabe zu übernehmen. "Wir könnten uns vorstellen, diese Aktion im kommenden Jahr auf mehrere Tage auszudehnen", so Sippel.

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