Krieg in der Ukraine: Klinikum Fulda ist auf Notfälle vorbereitet 

Immer und auf alles vorbereitet ist man im Klinikum Fulda, wo auch Kriegsverletzte und Flüchtlinge behandelt werden.
+
Immer und auf alles vorbereitet ist man im Klinikum Fulda, wo auch Kriegsverletzte und Flüchtlinge behandelt werden.

Welche Auswirkung hat der Krieg in der Ukraine auf die medizinische Situation am Klinikum Fulda?

Fuld.a Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dauert nun schon mehr als einen Monat an. Hunderttausende Menschen flüchten und einige sind auch in der Region Fulda untergekommen. Welche Auswirkungen hat das auf das hiesige Gesundheitssystem? Wäre das Klinikum auf eine Ausweitung des Krieges auf Deutschland vorbereitet? „Gesunde Seiten“ sprach mit Klinikums-Pressesprecherin Barbara Froese.

„Im Klinikum Fulda haben wir bereits 18 Patienten aus der Ukraine stationär behandelt, darunter auch zwei Kriegsverletzte. Die Gründe für die Behandlungen sind vielfältig: von akuten Magen-Darm-Infekten bis hin zu Verschlechterung bestehender chronischen Erkrankungen. Darüber hinaus wurden bisher sech Patienten ambulant behandelt“, sagt die Pressesprecherin. Die Patienten würden auf ihren Impfstatus hin überprüft. „Bei Bedarf können Impfungen verabreicht werden. Allerdings werden Impfungen in der Regel nicht im Krankenhaus, sondern in Arztpraxen verabreicht“, so Froese.

Sollte sich der Krieg auch auf Deutschland ausweiten, ist das Klinikum Fulda vorbereitet: „Wir sind als überregionales Trauma-Zentrum in die bundes- und landesweite Koordination der Versorgung von Kriegsverletzten eng eingebunden und auch fachlich gut aufgestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf die Versorgung komplexer Verletzungsmuster gut vorbereitet. Dabei ist insbesondere auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit sichergestellt“, so Froese. Die Koordination für die Kriegsverletzten erfolgte generell bundesweit durch das Gemeinsame Lagezentrum (GMLZ) in Berlin, das dazu auf die Strukturen des Corona-bewährten „Kleeblattsystems“ zurückgreifen kann. In Hessen erfolgt die Koordination über den „Landesplanungsstab Stationäre Versorgung“, der schon die Aktivitäten zur Corona-Pandemie erfolgreich bewältigt hat. Außerdem sind die Mitarbeiterinnen und MItarbeiter des Klinikums Fulda im Rahmen des bestehenden Krankenhauseinsatzplans auf Gefahrensituationen vorbereitet – auch darauf, sollte es angegriffen werden, wie es bei einigen Krankenhäusern in der Ukraine leider bereits geschehen ist.

Meist Gelesen

"Stück fuldischer Kulturarbeit" ist bedroht
Fulda

"Stück fuldischer Kulturarbeit" ist bedroht

Gespräch mit Manfred Borg vom "Ulenspiegel": Buchhandlung und Antiquariat in prekärer Lage
"Stück fuldischer Kulturarbeit" ist bedroht
Kiste voll Leckereien: "FKG-Lilien" überraschen Kinderklinik
Fulda

Kiste voll Leckereien: "FKG-Lilien" überraschen Kinderklinik

Süßigkeiten waren nach ausgefallenem Rosenmontagszug übrig geblieben / Freude an Kinderklinik des Klinikums Fulda
Kiste voll Leckereien: "FKG-Lilien" überraschen Kinderklinik
Im Kreis Fulda häufen sich die Krätze-Erkrankungen
Fulda

Im Kreis Fulda häufen sich die Krätze-Erkrankungen

2018 hat es im Kreis Fulda bislang 82 Fälle von Krätze (Skabies) gegeben / Infos von Kreisgesundheitsamt und "Robert-Koch-Institut"
Im Kreis Fulda häufen sich die Krätze-Erkrankungen
Das Parkett bebt: „Rhön Rabbits“ rocken beim Square Dance ab
Fulda

Das Parkett bebt: „Rhön Rabbits“ rocken beim Square Dance ab

Vereine der Region: Ein Tanzverein aus Künzell stellt sich vor.
Das Parkett bebt: „Rhön Rabbits“ rocken beim Square Dance ab

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.