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Krieg in der Ukraine: Klinikum Fulda ist auf Notfälle vorbereitet 

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Von: Christopher Göbel

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Immer und auf alles vorbereitet ist man im Klinikum Fulda, wo auch Kriegsverletzte und Flüchtlinge behandelt werden.
Immer und auf alles vorbereitet ist man im Klinikum Fulda, wo auch Kriegsverletzte und Flüchtlinge behandelt werden. © Göbel

Welche Auswirkung hat der Krieg in der Ukraine auf die medizinische Situation am Klinikum Fulda?

Fuld.a Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dauert nun schon mehr als einen Monat an. Hunderttausende Menschen flüchten und einige sind auch in der Region Fulda untergekommen. Welche Auswirkungen hat das auf das hiesige Gesundheitssystem? Wäre das Klinikum auf eine Ausweitung des Krieges auf Deutschland vorbereitet? „Gesunde Seiten“ sprach mit Klinikums-Pressesprecherin Barbara Froese.

„Im Klinikum Fulda haben wir bereits 18 Patienten aus der Ukraine stationär behandelt, darunter auch zwei Kriegsverletzte. Die Gründe für die Behandlungen sind vielfältig: von akuten Magen-Darm-Infekten bis hin zu Verschlechterung bestehender chronischen Erkrankungen. Darüber hinaus wurden bisher sech Patienten ambulant behandelt“, sagt die Pressesprecherin. Die Patienten würden auf ihren Impfstatus hin überprüft. „Bei Bedarf können Impfungen verabreicht werden. Allerdings werden Impfungen in der Regel nicht im Krankenhaus, sondern in Arztpraxen verabreicht“, so Froese.

Sollte sich der Krieg auch auf Deutschland ausweiten, ist das Klinikum Fulda vorbereitet: „Wir sind als überregionales Trauma-Zentrum in die bundes- und landesweite Koordination der Versorgung von Kriegsverletzten eng eingebunden und auch fachlich gut aufgestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf die Versorgung komplexer Verletzungsmuster gut vorbereitet. Dabei ist insbesondere auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit sichergestellt“, so Froese. Die Koordination für die Kriegsverletzten erfolgte generell bundesweit durch das Gemeinsame Lagezentrum (GMLZ) in Berlin, das dazu auf die Strukturen des Corona-bewährten „Kleeblattsystems“ zurückgreifen kann. In Hessen erfolgt die Koordination über den „Landesplanungsstab Stationäre Versorgung“, der schon die Aktivitäten zur Corona-Pandemie erfolgreich bewältigt hat. Außerdem sind die Mitarbeiterinnen und MItarbeiter des Klinikums Fulda im Rahmen des bestehenden Krankenhauseinsatzplans auf Gefahrensituationen vorbereitet – auch darauf, sollte es angegriffen werden, wie es bei einigen Krankenhäusern in der Ukraine leider bereits geschehen ist.

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