"Wella": Harsche DGB-Kritik an "Coty"-Führung    

Fuldaer Kreisverband der Gewerkschaft informiert sich im von Schließung bedrohten Hünfelder Werk

Hünfeld  - Zu einem längeren Besuch kam der Fuldaer "DGB-Kreisverband" in das, von der Schließung bedrohte ehemalige "Wella"-Werk (jetzt "Coty") nach Hünfeld. Die Mitglieder des DGB ließen sich durch den Betriebsrat das Beschwerdebild im Zusammenhang mit der angedachten Betriebsschließung genau schildern und zeigten sich über die an- geblichen "Therapievorhaben" des Inhaberkonsortiums gegenüber dem kerngesunden Werk stark irritiert.

Ohne erkennbare rationale Gründe wollten die Inhaber das hochmoderne Traditionswerk mit hochqualifizierter Belegschaft in Hünfeld stilllegen, in dem zu Marktkonditionen und bei herausragender Qualität hochwertige "Wella"-Pflege- und -Stylingprodukte produziert werden. Trotz intensiver Nachfragen und Überprüfung der durch die Firmenleitung vorgelegten Vitalwerte habe dem Betriebsrat die angekündigte angedachte Schließung bisher nicht mit wirtschaftlichen Argumenten erklärt werden können.

Die gesamte Vorgehensweise der momentanen Inhaber ist nach Auffassung des "DGB"-Kreisverbands- vorsitzenden Franz Georg Brandt und des "Wella"-Betriebsrates sehr bedenklich. Es könne nicht angehen, ein kerngesundes Unternehmen aufgrund von fragwürdigen "Milchmädchenrechnungen" zu schließen und hierdurch 390 Arbeitsplätze in der Region zu vernichten, so Brandt.

Betriebsrat und Beschäftigte seien jedoch festen Willens, für die Genesung des angeschlagenen Be- triebes und gegen eine Verlegung des Betriebs mit den angekündigten Entlassungen zu kämpfen. Der "DGB"-Kreisverband habe dem Betriebsrat für nötige harte Therapieschritte gegenüber den Inhabern seine volle Unterstützung zugesagt.

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