Die Welt schaut auf die Rhön

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Fünfergruppe: Flankiert von UNESCO Division Director Han Qunli sowie der Vorsitzenden des MAB-Nationalkomitees, Dr. Christiane Paulus (rechts außen) präsentieren die Vertreter von Hessen (Andreas Koch, Abteilungsleiter im Umweltministerium), Thüringen (Britta Krämer, stellv. Referatsleiterin im Umweltministerium) und Bayern (Staatsministerin Ulrike Scharf) ihre Urkunden.

Modellregion mit großer Strahlkraft. Erfolgreiche Evaluierung und Erweiterung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön

Bad Kissingen. Es war ein Highlight der Regionalgeschichte: Unter großem Beifall wurden am 20. November 2014 im stilvollen Arkadenbau des Kurhauses Bad Kissingen (Rossini-Saal) die Urkunden zur erfolgreichen Evaluierung sowie zur Erweiterung des UNESCO-Biosphärenreservats überreicht.Zahlreiche Mandatsträger und Ehrengäste aus Bayern, Hessen und Thüringen nahmen an dem Festakt teil. Die mehrstündige Veranstaltung vermittelte ein deutliches Signal des Aufbruchs.

1991 wurde die Rhön im Rahmen des internationalen Programms Man and the Biosphere (MAB) zum UNESCO-Biosphärenreservat ernannt. Dieses Prädikat gilt nicht automatisch für die Ewigkeit. Alle zehn Jahre muss sich das Biosphärenreservat einer Evaluierung unterziehen. 2013 stand die zweite Evaluierung des Biosphärenreservats Rhön an, die nach strenger Prüfung im Juni 2014 vom Internationalen Koordinierungsrat der UNESCO für das MAB-Programm zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.

Zeitgleich stimmte das Gremium einer erheblichen Erweiterung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön auf bayerischer Seite zu. Damit hat sich die Fläche in Unterfranken nahezu verdoppelt. Heute umfasst das Biosphärenreservat insgesamt 243.323 Hektar, darunter beachtliche 3.900 Hektar Kernzonen.

"Die Welt schaut auf die Rhön"

Mehrere hochrangige Festredner würdigten die Bedeutung dieses doppelten Erfolges. So stellten die Vorsitzende des MAB-Nationalkomitees, Dr. Christiane Paulus, sowie der UNESCO Division Director Han Qunli, oberster Koordinator aller 631 Biosphärenreservate in 119 Ländern der Welt, den besonderen Stellenwert der Rhön im weltweiten Netzwerk des MAB-Programms heraus. Die Rhön sei ein Modellfall erfolgreichen Zusammenspiels von Mensch und Natur, Ökonomie und Ökologie.

Auch aus den Worten der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf, der Landräte Bold (Lkr. Bad Kissingen) und Habermann (Lkr. Rhön-Grabfeld) klang Stolz auf die Einzigartigkeit der Rhön. Man habe gemeinsam bereits viel erreicht, aber auch noch viele Ziele für die Zukunft.

Eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre wird die Erstellung eines neuen Rahmenkonzeptes für das erweiterte UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sein. Es soll bis 2017 entwickelt werden und dann die Weichen für mindestens ein weiteres Jahrzehnt stellen. Die Leiter der Verwaltungsstellen der drei Rhön-Bundesländer Michael Geier (Bayern), Torsten Raab (Hessen) und Karl-Friedrich Abe (Thüringen) erläuterten die geplante Vorgehensweise und riefen interessierte Bürger auf, sich in den verschiedenen Arbeitsgruppen einzubringen. Die "gute Benotung durch die UNESCO" sei eine Bestätigung, aber auch ein Ansporn, die Rhön langfristig "lebenswert und lebensfähig" zu machen.

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