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Welttag des Artenschutzes: Biologische Vielfalt erhalten

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Amphibienschutz an Hessens Straßen.
Amphibienschutz an Hessens Straßen. © Hessen mobil

Der 3. März ist der jährliche Welttag des Artenschutzes, der unter anderem auf den Schutz der Tiere- und Pflanzenarten sowie die schwindenden Waldbestände aufmerksam machen soll.

Osthessen. Diesen Themen nimmt sich auch Hessen Mobil seit Jahren an. In der Region Osthessen kümmern sich die Mitarbeitenden des Sachgebiets Landespflege für den Landkreis Fulda um den Schutz der Natur. Ziel ist es, die Biologische Vielfalt zu erhalten und jeden Eingriff in die Natur zu vermeiden. Sollte dies aber nicht möglich sein, wird in geeigneter Weise kompensiert.

Um dem Verlust der Lebensräume und Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zu begegnen, wurde von der Hessischen Landesregierung im Jahr 2013 die hessische Biodiversitätsstrategie verabschiedet zum Schutz der biologischen Vielfalt - die sogenannten Ökosystemleistungen, also sauberes Wasser, frische Luft, Nahrungsmittel, Rohstoffe verschiedenster Art, fruchtbare Böden, Klimaregulierung und Erholungsraum sind von unschätzbarem Wert.

Dabei setzt Hessen Mobil unter anderem das hessischen Amphibienschutzprogramm um, das darauf zielt, baufällige Amphibienschutzanlagen an Landesstraßen zu sanieren und zu optimieren. Des Weiteren erfolgt aber im Zuge von Straßenbaumaßnahmen in empfindlichen Lebensräumen auch der Neubau solcher Anlagen aus Stahl oder Beton sowie die periodische Errichtung mobiler und zeitlich begrenzt installierter Schutzzäune aus Kunststoff.

In der gesamten Region Osthessen, zu der neben dem Landkreis Fulda auch Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner zählen, werden in diesen Tagen an vielen Orten temporäre Amphibienschutzanlagen errichtet, um unter anderem die Population der Erdkröte zu schützen. Mit diesen mobilen Schutzzäunen aus Kunststoff wird die Sicherheit der Amphibien garantiert, die die Fahrbahn überqueren müssen, um ihre Laichgewässer zu erreichen - vor allem aber steigt auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden, die beispielsweise während einer Massenwanderung der Kröten ebenfalls einer Gefahr ausgesetzt sind. Waghalsige Ausweichmanöver und eine rutschige Fahrbahn nach dem Überfahren sorgen für ein erhöhtes Unfallrisiko. Somit handelt es sich nicht nur um Amphibienschutz, sondern vor allem auch um eine Verkehrssicherheitsmaßnahme.

Der Winterlebensraum von Amphibien befindet sich in Wäldern, von wo die Wanderung über die Straßen erfolgt. Um einen sicheren Transport zu ermöglichen, werden entlang des Zauns Eimer in die Erde gesetzt. Die Kröten wandern entlang des Zauns und landen dann darin. Die Eimer werden täglich von den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auf die andere Straßenseite getragen. Löcher im Boden des Eimers verhindern den Stau des Regenwassers, zudem befinden sich kleine Äste und Zweige darin, damit Käfern, Mäusen und weiteren Kleintieren der Ausweg gelingt. Erdkröten schaffen das nicht. Die Wanderzeit ist abhängig von der Witterung und kann bis zu acht Wochen dauern.

In der Regel ist die Errichtung einer Schutzanlage an die naturschutzrechtliche Kompensation von Straßenbauprojekten geknüpft. Im Landkreis Fulda wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue und festinstallierte Amphibienschutzanlagen gebaut, unter anderem an der K 96 zwischen Rommerz-Flieden und der K 120 bei Dietershan-Steinau sowie der L 3169 zwischen Großenmoor-Rothenkirchen. Weitere sind in Planung.

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