Wem gehört das Streuobst?

Janet Emig links) vom „Verein Natur- und Lebensraum Rhön“ sowie Astrid Schäfer als Initiatorin hoffen auf einen Effekt der Schilder.
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Janet Emig links) vom „Verein Natur- und Lebensraum Rhön“ sowie Astrid Schäfer als Initiatorin hoffen auf einen Effekt der Schilder.

Schilder für Bewirtschafter in der hessischen Rhön

Region. Streuobstwiesen sind Hotspots der Biodiversität und ein prägender Teil der Kulturlandschaft im „Unesco-Biosphärenreservat Rhön“. Zur Erntezeit kommt immer wieder dieselbe Frage auf: Darf ich von den in der Landschaft „verstreuten“ Bäumen einfach so pflücken? Der „Verein Natur- und Lebensraum Rhön“ hat Schilder entwickelt, die Streuobstbesitzerinnen und -besitzer in der hessischen Rhön an ihren Flächen anbringen können, um zu kennzeichnen, ob und wo gepflückt werden darf.

Mit dem Klarapfel sind die ersten Frühäpfel erntereif. Beim Spaziergang durch die Rhön wird da sicher die Lust geweckt, sich zu bedienen. Das ist allerdings nicht überall erlaubt – auch wenn die Bäume offenbar „herrenlos“ in der Landschaft herumstehen. Nicht eingezäunte Streuobstwiesen, Baumreihen oder einzelne Bäume sind oftmals privates Eigentum, das mit viel Arbeit gepflegt wird. Hier wollen die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter die Früchte ihrer Arbeit natürlich auch selbst ernten. Andererseits ist es aber auch manchmal so, dass viele Äpfel ungenutzt zu Boden fallen und verderben, weil niemand sie pflückt.

Damit Interessierte erkennen können, ob Bäume zum Bedienen freigegeben sind, hat der „Verein Natur- und Lebensraum Rhön“ zwei Schilder herausgebracht. Den Anstoß hat Astrid Schäfer gegeben, die selbst eine große Streuobstwiese bewirtschaftet. Als ehemalige Geschäftsführerin der „Rhöner Apfelinitiative“ kennt sie beide Seiten: „Es gibt Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, die ihr Obst vor unberechtigter Ernte schützen müssen, aber auch solche, die nicht selbst ernten können und froh sind, wenn das Obst von anderen genutzt wird, bevor es verdirbt.“ Daher gibt es neben der Variante „Bitte nicht pflücken“ auch ein Schild mit der Aufschrift „Obstretter gesucht“ – für jene, die ihr Obst zur Ernte für den Eigenbedarf anbieten möchten.

Die Schilder sind in einer begrenzten Auflage kostenfrei beim „VNLR“ erhältlich und können in der Geschäftsstelle abgeholt werden: montags bis donnerstags zwischen 8.30 und 16 Uhr, freitags zwischen 8.30 und 13 Uhr in der Marienstraße 13 in Hilders.

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