Zu wenig gezahlt

Osthessen. Ein osthessischer Bauunternehmer hat vom Hauptzollamt Gieen einen Bugeldbescheid in Hhe von ber 1.056.390 Euro er

Osthessen. Ein osthessischer Bauunternehmer hat vom Hauptzollamt Gieen einen Bugeldbescheid in Hhe von ber 1.056.390 Euro erhalten weil er seinen Arbeitern nicht den gesetzlichen Mindestlohn gezahlt hat. Eine Baustellenkontrolle der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes lste umfangreiche Ermittlungen des Sachgebietes Ahndung aus. Vier Arbeiter der Baufirma machten bei der Kontrolle Angaben zu ihrem Lohn, der unter dem vorgeschriebenen Mindestlohn lagen.

Bei den Ermittlungen stellte der Zoll fest, dass der Unternehmer ber drei Jahre lang in insgesamt 62 Fllen nicht den Mindestlohn zahlte, der fr den Ermittlungszeitraum zwischen 12,30 Euro und 12,47 Euro fr Fachwerker beziehungsweise 10,20 Euro und 10,36 Euro fr Bauhelfer lag. Dabei stellte er die Arbeiter, die meist als Baugertefhrer, Rohrverleger oder Pflasterer arbeiteten als Bauhelfer ein, um nur die niedrigere Mindestlohngruppe zu zahlen. Einige Arbeiter erhielten aber nicht mal den Mindestlohn der niedrigsten Stufe.

So zahlte er zwar keine Dumpinglhne, aber die Arbeiter erhielten in den drei Jahren zwischen einigen hundert Euro und mehr als 12.000 Euro weniger. Insgesamt mussten sie auf 250.000 Euro Lohn verzichten.Darber hinaus mussten die zum grten Teil aus Thringen stammenden Arbeiter teilweise zu ungnstigen Arbeitsbedingungen arbeiten, sagt Michael Bender vom Hauptzollamt Gieen.

Es gab keine Arbeitsvertrge in denen die Ttigkeiten der Beschftigten klar geregelt waren. Ebenso wurden berstunden und Samstagsarbeit nicht vergtet oder Krankheitstage mit Urlaubsansprchen verrechnet. Wir gehen davon aus, dass sich der Bauunternehmer durch die Einsparungen bei den Personalkosten einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil verschafft hat und die Firma einen wirtschaftlichen Vorteil von 300.000 Euro erlangte. Dies haben wir bei der Bugeldbemessung mitbercksichtigt, so Michael Bender.

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