Weniger krank

VON CHRISTOPHER GBEL Fulda. Der Krankenstand der DAK-Mitglieder in Fulda und im Vogelsbergkreis im vergangenen Jahr auf 3,7 Prozent gestie

VON CHRISTOPHER GBEL

Fulda. Der Krankenstand der DAK-Mitglieder in Fulda und im Vogelsbergkreis im vergangenen Jahr auf 3,7 Prozent gestiegen. Damit lag die Region leicht ber dem Hessen-Durchschnitt mit 3,5 Prozent. Das heit, dass in der Region 35 von 1.000 Arbeitnehmern jeden Tag arbeitsunfhig waren", erluterte die Fuldaer DAK-Chefin Tanja Schreiber-Ries.

Der niedrigste Krankenstand in Hessen wurde in der Stadt Frankfurt und in den Landkreises Main-Taunus und Hochtaunus mit 2,9 Prozent gemessen. 4,3 Prozent Krankenstand gab es in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meiner.

Grnde fr die Arbeitsunfhigkeit der Fuldaer und Vogelsberger waren vor allem Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 24,6 Prozent. Dazu gehren beispielsweise Rckenleiden, Bandscheibenschden Knieprobleme und hnliches. Erkrankungen des Atmungssystems - beispielsweise Bronchitis, Erkltung, Grippe oder Mandelentzndung - machten 18,3 Prozent aus, gefolgt von Verletzungen mit 13 Prozent. Den hchsten Anstieg bei den Krankheitsgruppen zeigten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems.

Insgesamt gab es in den Landkreisen Fulda und Vogelsberg im Jahr 2009 3,7 Prozent mit Langzeiterkrankungen. Diese Arbeitnehmer waren mehr als sechs Monate krankgeschrieben. Diese 3,7 Prozent sind 41,5 Prozent des gesamten Krankenstandes verantwortlich. Es ist die Aufgabe der Krankenkassen, diese Langzeitkranken wieder ins Arbeitsleben einzugliedern", sagte Schreiber-Ries. Die Erkrankungen von einem bis drei Tagen machten nur sieben Prozent des Krankenstandes aus.

In Hessen ist die Zahl der Langzeiterkrankungen aufgrund psychischer Leiden gestiegen. In der Region beobachten wir eine umgekehrte Entwicklung", sagte die Fuldaer DAK-Chefin.

Die Hhe des Krankenstandes in der Region zeigt, dass es in Sachen Gesundheit weitere Handlungsmglichkeiten gibt", sagte Tanja Schreiber-Ries die Ergebnisse des Gesundheitsreports. Mglichkeiten zu mehr Gesundheit seien beispielsweise richtige Ernhrung, Entspannung und Bewegung. Auch die Arbeitgeber knnen viel dafr tun, um den Krankenstand in ihren Unternehmen mglichst niedrig zu halten", fgt sie hinzu. Als kompetenter Partner in Sachen betrieblicher Prvention beraten und untersttzen wir in der Region sehr gerne."

Schlaf, Kindchen schlaf!Schlafstrungen bei Menschen der Region im Blickpunkt

Osthessen. Im Mittelpunkt des DAK-Gesundheitsreports steht das Thema Schlafprobleme". Viele Menschen schlafen abends nicht oder nur schlecht ein, wachen nachts hufig auf und knnen nicht wieder einschlafen oder wachen morgens zu frh auf. Dr. Conrad Wiederhold, Leitender Arzt des Zentrums fr Schlafmedizin, erlutert, dass dies problematisch werden knnte, wenn diese Situation mehr als vier Wochen andauert und die Strungen mindestens dreimal pro Woche auftreten.

Die DAK Hessen befragte 200 Menschen in Hessen. Davon hatten 50 Prozent keine Schlafprobleme, 26,5 Prozent gaben an, manchmal und 23,5 Prozent hufiger Schlafprobleme zu haben. Schlafstrungen knnen grob nach Altersgruppen untergliedert werden. ltere Frauen und Mnner im mittleren Alter haben meist mit dem Problem zu kmpfen. Jugendliche haben seltener Schlafstrungen", wei Wiederhold. In der Region Fulda und Vogelsberg sind es etwa 16.000 Menschen, die Schlafprobleme haben. Das fhrt auch zu eingeschrnkter Leistungsfhigkeit im Berufsleben", sagt die Fuldaer DAK-Chefin Tanja Schreiber-Ries. Und auch zu Problemen in der Partnerschaft", fgt Wiederhold hinzu.

Stress und Belastungen

Grnde fr Schlafstrungen sind 39,7 Prozent durch besonderen Stress und Belastungen verursacht, 24,2 Prozent durch Grbeln, Sorgen und ngste sowie 21 Prozent durch einem anderen Tagesrhythmus. Auch Schichtarbeit (20,5 Prozent) sei ein Auslser von derartigen Problemen. Schmerzen oder Lrm in der Umgebung schlagen mit 23,6 bzw. elf Prozent zu Buche.

Laut DAK fehlen wenige Menschen wegen Schlafproblemen am Arbeitsplatz. 70 Prozent der hochgradig Betroffenen konsultieren auch keinen Arzt. Die Folgen von Schlafproblemen knnen Bluthochdruck oder Herz-Rhythmus-Strungen sein", sagt Wiederhold. Bei vielen rzten sei aber nicht gengend Zeit, um das Thema Schlaf in der Sprechstunde zu errtern. Fr eine gezielte Fragetechnik ist eine Zusatzqualifikation des Arztes notwendig", sagt er.

Etwa 57 Prozent der Betroffenen versuchen, sich ohne rztliche Kontrolle mit nicht verschreibungspflichtigen Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie alten Hausmittelchen" zum Schlafen zu bringen. Mgliche Risiken bei verschriebenen oder auch freien Medikamenten sind ein Gewhnungs- oder gar Abhngigkeitspotenzial", sagt Schreiber-Ries. Bei den rzten und auch in der Bevlkerung werden mehr schlafmedizinische Qualifikation und Kompetenzen bentigt", ist sie sicher.

Die DAK hat unter der Telefonnummer 01801/325326 ein medizinisches Beratungstelefon eingerichtet, beim sich Betroffene aller Krankenkassen rund um die Uhr informieren knnen.(cdg)

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