Weniger Unfälle, aber mehr Verunglückte

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Stellten gemeinsam die Verkehrsstatistik 2014 vor (von links): Klaus Eckert (Polizeihauptkommissar/Abteilung Einsatz), Bernhard Jäger (Leiter Polizeidirektion Fulda), Alfons Georg Hoff (Polizeipräsident) und Herbert Bensing (Polizeioberrat/Leiter Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste). Foto: Grebe

Das Polizeipräsidium Osthessen stellte den Verkehrsbericht 2014 vor und ist erfreut über weiter sinkende Unfallzahlen.

Fulda. "Den Verkehrsbericht vorzustellen ist für uns nicht immer einfach, denn wir kennen die Schicksale und Tragödien, die zum Teil hinter den Zahlen stecken”, erklärt Polizeipräsident Alfons Georg Hoff zu Beginn der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Verkehrsberichtes 2014.  Im Vergleich zum Vorjahr ist in den osthessischen Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg die Gesamtanzahl der Unfälle um 102 auf 10.157 leicht gesunken. "Losgelöst von den Schicksalen ist das eine erfreuliche Tendenz”, so Hoff weiter.Nach dem historischen Tief im Jahr 2013 verzeichnete das Polizeipräsidium Osthessen bei den Unfällen mit Personenschaden einen Anstieg. Insgesamt erlitten 594 Personen schwere Verletzungen, 38 starben in Folge der Verkehrsunfälle. Durch den milden Winter 2013/2014 begann die Zweirad-Saison bereits im Januar. Dunkelheit, schlechte Sicht und teils glatte Straßen sorgten aber auch hier für erhöhte Unfallzahlen.

Im Landkreis Fulda erhöhte sich die Anzahl der Schwerverletzten um 67 auf insgesamt 262. Sieben Personen sind bei Unfällen ums Leben gekommen.  In der Risikogruppe der jungen Fahrer in der Altersklasse von 18 bis 24 sind die Unfallzahlen weiter rückläufig, allerdings gibt es bei diesen mehr Verunglückte. Durch den demografischen Wandel steigt auch die Anzahl der Senioren, die am Straßenverkehr teilnehmen.  In dieser Gruppe nehmen Unfälle stetig zu. Bei 69 Prozent dieser  Verkehrsunfälle sind die Senioren auch der  Verursacher. Nur bei den jungen Fahrern liegt dieser Wert höher, allerdings lediglich um ein Prozent.Die Hauptunfallursache bei allen Risikogruppen ist weiterhin ein nicht angepasste Geschwindigkeit, dicht gefolgt von zu geringem Abstand  und Vorfahrtsmissachtungen.  Durch Präventionsmaßnahmen, angepasst auf die verschiedenen Altergruppen, soll auf diese Probleme weiter aufmerksam gemacht werden. "Wir versuchen alle Risikogruppen mit dem Präventionsmaßnahmen zu erreichen. Schwierig ist das manchmal bei den Senioren, da diese nach langer Autofahrpraxis nicht plötzlich belehrt werden wollen,” erklärt Hoff. "Trotzdem wurden mit den Programmen bereits viel erreicht”.

Den kompletten Verkehrsbericht 2014 als pdf-Datei finden Sie hier.

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