Wenn es auf jede Minute ankommt

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Lauterbach. Krankenhaus "Eichhof" erhält Re-Zertifizierung für die Behandlung von Schwerverletzten un d Notfallpatienten.

Lauterbach. Ein komplettes Blutbild für einen Patienten dauert gerade mal drei Minuten, in maximal 20 Minuten stehen Transfusionen mit der nötigen Blutgruppe zur Verfügung. Diese und eine Vielzahl weiterer Prüfergebnisse führten jetzt zur erneuten Zertifizierung des Medizinischen Zentrums Eichhof in Lauterbach durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die damit verbundene Teilnahme am regionalen TraumaNetzwerk für die Region Osthessen.

"Alle drei Jahre lassen wir uns auf "Herz und Nieren" prüfen, um die strengen Richtlinien der DGU für die Versorgung von Notfallpatienten und die Teilnahme am sogenannten Traumanetzwerk zu erfüllen", sagt der verantwortliche Leiter der Unfallchirurgie, Chefarzt Dr. Jürgen Ludwig. Damit das Krankenhaus Eichhof erneut als "Lokales Traumazentrum" für die Region Osthessen eingestuft werden konnte, bescheinigten die Auditoren dem Eichhof dabei unter anderem "… gute strukturelle Voraussetzungen mit kurzen Wegen und gute Ausstattung der Räume". Entscheidende und zeitlich enorm wichtige Faktoren bei der Behandlung von Schwerverletzten.

Kommen diese Patienten nach einem schweren Verkehrsunfall oder einem Infarkt zunächst in den Schockraum des Krankenhauses, können dort sogar Notfall-OPs beispielsweise zur sofortigen Blutstillung durchgeführt werden; eine erste radiologisch unterstützte Diagnostik ist gleichermaßen möglich. Natürlich ist der Schockraum im Krankenhaus Eichhof in kürzester Zeit vom anfahrenden Krankenwagen erreichbar. Der gesamte Test erfolgte anhand von konkreten Fällen, deren Verlauf analysiert wurde. Zusätzlich wurden nicht nur die Ausstattungen der einzelnen Behandlungsräume überprüft, sondern auch die regelrecht von Ärzten und weiterem Krankenhauspersonal trainierten Abläufe bei Eintreffen von Schwerverletzten und Traumapatienten.

Allein sieben Ärzte stehen in Lauterbach für derlei Fälle als Notärzte zur Verfügung und nach erfolgter Behandlung können zeitgleich elf Patienten nach Operationen intensiv und sechs davon sogar mit Beatmungsgeräten behandelt werden. Die Schockraumleitlinien der DGU werden im Krankenhaus Eichhof durch ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Unfall- und Viszeralchirurgie, Anästhesie sowie Intensivmedizin sichergestellt.

"Wir sind stetig dabei, die Prozesse im Fluss zu halten und uns immer weiter zu verbessern. Dazu gehören interne Anpassungen ebenso wie die Überprüfung der Abläufe und die Weiterqualifizierung des medizinischen und pflegerischen Personals", erklärt Chefarzt Dr. Ludwig. Einen inneren Qualitätszirkel bestehend aus den verantwortlichen Ärzten, dem Qualitätsmanagement und der zuständigen Pflegedienstleitung hat man im Eichhof gebildet, der sich zweimal im Jahr zusammensetzt und ebendiese Abläufe intern auf den Prüfstand stellt. Darüber hinaus finden ebenfalls zweimal im Jahr Treffen des TraumaNetzwerks Osthessen statt, bei denen interne Fortbildungen zum Thema Notfallversorgung auf der Agenda stehen wie die Umsetzung neuer Richtlinien.

Die Re-Zertifizierung durch die DGU stellt dem Lauterbacher Krankenhaus ein hervorragendes Zeugnis in Sachen Versorgungskompetenz für Notfallpatienten aus. Wenigstens eine gute Nachricht in einer für Patienten ohnehin schon schlimmen Situation.

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