Wenn es juckt: Krätze-Fälle auch im Landkreis Fulda

Seit Beginn des Jahres wurden im Landkreis 24 Fälle von Krätze gemeldet.

Auch im Jahre 2018 ist die Hautkrankheit Krätze noch nicht ausgestorben.

Fulda - Eigentlich gilt sie als ausgerottet: die Krätze. Doch auch in Landkreis Fulda ist sie zurück oder war nie wirklich weg. „Mangels einer bundesweiten Meldepflicht von Einzelfällen kann keine Aussage zur Krankheitshäufigkeit und Häufigkeitsentwicklung gemacht werden“, sagt Jens Fitzenberger, Gesundheitsberichterstatter des Landkreis Fulda. Der scheinbar plötzliche Anstieg von Krätzefällen kann, laut Fitzenberger mit der Gesetzes-Novellierung (siehe Hintergrund) im Juli 2017 zusammenhängen. Denn die Anzahl der Einrichtungen, die zur Meldung der Skabies (Krätze) verpflichtet sind, wurde erweitert. „Bei der Skabies manifestiert sich ein Befall der Haut mit der Krätzmilbe, einem stationären Parasiten mit Spezifität für den Menschen. Skabies ist sehr kontagiös und weltweit verbreitet. Ihre Verbreitung ist in hohem Maße von hygienischen Bedingungen, aber auch von biologischen Faktoren abhängig“, heißt es in einem Infotext des „Robert-Koch-Instituts (RKI)“.

Die Symptome treten erst nach vier bis sechs Wochen auf. Krankheitsanzeichen sind Brennen der Haut und Juckreiz sowie stecknadelgroße Bläschen, gerötete Knötchen oder Pusteln. Die Übertragung erfordert meist durch längeren direkten Hautkontakt. 2018 gab es bereits 24 Krätze-Fälle im Landkreis. „Es werden nicht alle Erkrankungen gemeldet, sondern nur jene, die in den meldepflichtigen Einrichtungen auftreten“, erklärt Fitzenberger auf Anfrage von „Fulda aktuell“. Empfohlen wird von der „Deutschen Dermatologischen Gesellschaft“ die Behandlung mit „permethrinhaltiger“ Creme. Wichtig sei, dass alle Personen mit engem persönlichen Kontakt mit behandelt werden und die Behandlung nach einer Woche wiederholt wird. Ebenso rät das „RKI“ Textilien mit Körperkontakt (Leibwäsche, Bettwäsche, Handtücher), die bis zu 48 Stunden vor der Therapie benutzt wurden, bei einer Temperatur über 60 Grad zu waschen und auch an den Folgetagen häufig zu wechseln, textile Oberflächen in der Umgebung (Teppichböden, Polstermöbel, Kissen und andere) mit dem Staubsauger gründlich zu reinigen, bei Oberbekleidung, Decken und mehr sollen sieben Tage gelüftet werden.

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