In Kalbach formiert sich Widerstand gegen Bahntrasse "Variante IV"

Bis 30. September kann Stellung genommen und können Einwände erhoben werden

Kalbach - In Kalbach trafen sich vor Kurzem der Gemeindevorstand, die Fraktionsvorsitzenden der CDU Stefan Burkard, Gerhard Müller SPD, (Martin Müller, BfK war verhindert), die Vertreter der BI Kalbach Jakob Brähler und Altbürgermeister Karl-Heinz Kaib zu einer Erörterung der Fragen um die Planungen der Deutschen Bahn in Sachen Schnellbahntrasse Gelnhausen - Fulda. Die Bahn favorisiert die so genannte "Variante IV" durch das Kinzigtal. Diese soll hinter Schlüchtern durch einen zehn Kilometer langen Tunnel in Mittelkalbach, Höhe Bornhecke, in die Schnellbahntrasse Fulda-Würzburg einfädeln.

Seit dem 1. Juni hat das Regierungspräsidium in Darmstadt das Raumordnungsverfahren zu den Planungen der Deutschen Bahn eröffnet. In diesem haben die Kommunen, Bürgerinitiativen, aber auch Privatpersonen die Möglichkeit, bis zum 30. September Stellung zu nehmen beziehungsweise Einwände zu erheben.

Eingeladen hatte Bürgermeister Florian Hölzer, der auch die Besprechung leitete. Eingangs wies er daraufhin, dass sich auch im Kinzigtal zunehmend der Widerstand gegen die "Variante IV" formiere. Der von der Gemeinde Kalbach beauftragte Umweltfachmann Wulf Hahn von der Agentur RegioConsult für Verkehrs- und Umweltplanung präsentierte erste Kernpunkte seiner Stellungnahme zu den Plänen der Bahn. Gemeindevorstand, die Fraktionen, gemeinsam mit der Bürgerinitiative wollen eine Trassenführung im Bereich von Kalbach verhindern und plädieren für einen Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Schlüchtern und Kerzell, wie es der Regionalplan Nordhessen 2010 als „verbindliches Ziel“ vorsieht.

Die Kalbacher sind zuversichtlich, dass sie mit  Wulf Hahn als Fachmann für Verkehrs- und Umweltplanung und Rechtsanwalt Arnold Reiter kompetente Fachleute zur Unterstützung gefunden haben. Die nächste Besprechung ist für Mitte August 2020 vorgesehen. Nach Abschluss der zweistündigen Beratung stellten sich die Teilnehmer zu einem Gruppenbild zur Verfügung. Der Abstand zwischen den Akteuren war ausschließlich coronabedingt. Inhaltlich stehen alle Beteiligten eng zusammen.

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