Widerstand gegen die Zusammenlegung von Tanner Wehren

In Theobaldshof will man nicht mit den anderen Stadtteilwehren zusammengehen. Auch Bürgermeister Dänner hat eine Meinung dazu.

Tann/Fulda - Der Fuldaer Kreisbrandinspektor Adrian Vogler hatte es vor einigen Wochen im Gespräch mit „Fulda aktuell“ als positiv erachtet, wenn sich Wehren zusammenschließen, um so Synergien zu nutzen: „Solches ist immer sinnvoll und vorteilhaft, muss aber wohl durchdacht sein. Wenn ein gewollter Zusammenschluss eine Auflösung einer Orts- beziehungsweise Stadtteilfeuerwehr verhindern kann, sollte dem nichts im Wege stehen“.

In Tann gibt es derzeit Gedankenspiele, verschiedene Stadtteilwehren aufzulösen und in die Wehr der Kernstadt einzugliedern. Während die Aktiven von Hundsbach und Dippach dem Vernehmen nach ihre Zustimmung signalisiert haben, ist dagegen in Theobaldshof die Abneigung sehr groß. Die Bürger haben bislang rund 200 Unterschriften gegen die geplante Auflösung des Feuerwehrstandortes gesammelt. Auch sollen die Feuerwehraktiven von Theobaldshof mit Austritt gedroht, sollte „gegen den Willen des Dorfes“ gehandelt werden. Die Zeit drängt, steht doch am kommenden Freitag, ab 20 Uhr, während der Sitzung der Stadtverordneten im kleinen Saal der Rhönhalle die zweite Fortschreibung des „Bedarfs- und Entwicklungsplanes der Feuerwehren der Stadt Tann (Rhön)“ auf der Tagesordnung.

Gegenüber „Fulda aktuell“ hat Bürgermeister Mario Dänner, der eigener Aussage zufolge von der Existenz einer Unterschriftsliste am vergangenen Montag in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erfahren hat, Stellung zu der Thematik genommen: „Selbstverständlich gibt es bei dem schwierigen Thema ,Zusammenlegung von vier Feuerwehren’ kritische Diskussionen und Bedenken im Stadtteil Theobaldshof.

Hierzu gab es in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche Gespräche, Infoabende und Diskussionen mit Vertretern der Feuerwehren, den Bürgern vom Theobaldshof, dem Ortsbeirat sowie den Mandatsträgern. Es wurden alle Argumente mehrfach ausgetauscht“. In der Stadtverordnetensitzung am 23. März müssten die Kommunalpolitiker eine Entscheidung zum zukünftigen Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehren der Stadt treffen. Dänner: „Ich möchte hierzu betonen, dass es um die Zukunft aller Feuerwehren der Stadt Tann (Rhön) geht.

Selbstverständlich gibt es bei derartigen Themen Kritiker und Befürworter. Aber es wurde sich gemeinsam und im Austausch ein Jahr Gedanken gemacht und die zahlreichen Argumente gegeneinander abgewogen. Auf dieser Grundlage basiert der vorliegende Bedarfs- und Entwicklungsplan.“

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