Wie leben eigentlich die älteren Mitbürger?

Stefan Mölleney Amtsleiter Jugend, Familie und Senioren), Bürgermeister Dag Wehner, Prof. Dr Christine Küstner Professur für Sozioökologie des privaten Haushalts Hochschule Fulda), Prof. Dr. Jana Rückert-John Küstner Professur für Soziologie des Essens Hochschule Fulda) stellten das Projekt im Stadtschloss vor.
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Stefan Mölleney Amtsleiter Jugend, Familie und Senioren), Bürgermeister Dag Wehner, Prof. Dr Christine Küstner Professur für Sozioökologie des privaten Haushalts Hochschule Fulda), Prof. Dr. Jana Rückert-John Küstner Professur für Soziologie des Essens Hochschule Fulda) stellten das Projekt im Stadtschloss vor.

Gemeinsame Fragebogenaktion der „Hochschule Fulda“ und der Stadt Fulda startet im September

Fulda. Welche konkrete Unterstützung brauchen ältere Menschen in der Stadt Fulda? Das will die Stadt mit einer Befragung von Senioren herausfinden. Sie arbeitet dazu mit der „Hochschule Fulda“ zusammen. Bürgermeister Dag Wehner und Wissenschaftlerinnen der Hochschule stellten das Projekt jetzt im Stadtschloss vor.Im September sollen 2000 zufällig ausgewählte Bürger in der Kernstadt befragt werden. Wer älter als 65 Jahre ist und ausgewählt wird, erhält per Post einen Fragebogen mit Fragen zum Essalltag, der Hausarbeit, zu Wohnen und Leben, zur Mobilität sowie zu Computer und Technik.

„Wir hoffen, durch die Befragung mehr über die Lebenssituation unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erfahren, um diese zukünftig mit Angeboten noch besser unterstützen zu können. Wer einen Fragebogen erhält, hat die Chance, seine Stimme einzubringen. Falsch machen können Sie dabei nichts. Wir freuen uns über jede Antwort“, sagte Bürgermeister und Sozialdezernent Weh-ner.“

Die „Hochschule Fulda“ forscht bereits seit vielen Jahren zum Thema Lebensqualität im Alter. „Aus unseren bisherigen Studien zur Ernährungs- und Alltagsversorgung älterer Bürgerinnen und Bürger in Fulda wissen wir, dass die Lebenssituationen sehr unterschiedlich sind. Daraus resultieren ganz unterschiedliche Unterstützungsbedarfe. Bislang haben wir die vielfältigen Lebenssituationen allerdings noch nicht hinreichend berücksichtigen können, zum Beispiel die Situation von Menschen mit nur einer kleinen Altersversorgung oder die Situation von Männern, deren Versorgung sich durch Verlust oder Krankheit der Partnerin drastisch verändert“, erläutert Professorin Dr. Jana Rückert-John. Die Wissenschaftlerin leitet die Be-fragung gemeinsam mit zwei Kolleginnen der Hochschule.

Die Befragung findet im Rahmen des „Regionalen Innovationszentrums für Gesundheit und Lebensqualität“ RIGL-) Fulda statt, in dem die Stadt Fulda Praxispartner ist. Dort bearbeiten regionale Praxispartnerinnen und -partner und die „Hochschule Fulda“ gemeinsam Fragen zu Gesundheit und Lebensqualität in der Region mit dem Ziel, für die Zukunft tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Für die Stadt Fulda bietet das Projekt neue Chancen: „Ältere Menschen – gerade diejenigen mit Unterstützungsbedarf – gehen mit ihren Wünschen und Problemen häufig nicht an die Öffentlichkeit. Jetzt werden diese erstmals erfasst und wissenschaftlich ausgewertet, so dass wir daraus Konsequenzen für unsere Angebote für diese Zielgruppe ziehen können“, so der Sozialdezernent.

Das Thema beschäftigt Wissenschaft und Politik auch über die Region hinaus. Da der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft zunimmt, stehen viele Kom-munen vor ähnlichen Herausforderungen.

Stadt und Hochschule werden über Plakate auf die Befragung aufmerksam machen: „Wir hoffen sehr, dass viele der angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen. Um die Teilnahme so leicht wie möglich zu machen, bietet die „Hochschule Fulda“ telefonische Unterstützung bei der Beantwortung des Fragenbogens an, der auch in Fremdsprachen zur Verfügung gestellt wird. Ebenso werden die Ansprechpartner in den Kontaktstellen der Stadtteile sowie im „Seniorenbüro der Stadt Fulda“ bei Fragen unterstützen. Genaue Angaben dazu erhalten die ausgewählten Bürger mit dem Fragebogen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 vorliegen.

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