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"Wie ein Leuchtkegel": "Bildungsmesse"-Veranstalter äußern sich im Vorfeld

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Von: Bertram Lenz

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Bei der Pressekonferenz: Bürgermeister Dag Wehner, Dr. Herbert Büttner von der „Kreishandwerkerschaft“, Waldemar Dombrowski von der „Agentur für Arbeit“, „IHK“-Präsident Dr. Christian Gebhardt, Schulamtsleiter Stephan Schmitt und Landrat Bernd Woide (von links).

Vom 16 bis 17 Juni findet die 13. "Bildungsmesse" in Fulda statt. Die Veranstalter freuen sich auf das Ereignis.

Noch wird eifrig gebaut, gebohrt und gehämmert – am morgigen Sonntag ist es dann soweit: Die „13. Bildungsmesse“ öffnet ihre Pforten. Im Vorfeld standen die Veranstalter – „Industrie- und Handelskammer Fulda“, „Kreishandwerkerschaft Fulda“, der Landkreis Fulda, die Stadt Fulda, die „Agentur für Arbeit Bad Hersfeld - Fulda“ sowie das „Staatliche Schulamt für den Landkreis Fulda“ in einer Pressekonferenz Rede und Antwort. 139 Aussteller werden am kommenden Sonntag und Montag auf 4.300 Quadratmetern über insgesamt 161 Ausbildungsberufe sowie zahlreiche Weiterbildungs- und Studienangebote informieren. Erwartet werden wieder mehrere tausend Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Bildungsverantwortliche. Eindrucksvolle Zahlen und nach den Worten von „IHK“-Präsident Dr. Christian Gebhardt eine Antwort auf den Fachkräftemangel. „Aus unserer aktuellen Konjunkturumfrage wissen wir, dass der Fachkräftemangel für 60 Prozent unserer Betriebe ein echtes Thema ist“, betonte Gebhardt.

Die Bildungsmesse sei ein Bekenntnis der Ausbildungsbetriebe, den Nachwuchs im eigenen Unternehmen zu qualifizieren. Nur so ließe sich die Wettbewerbsfähigkeit erhalten, unterstrich der „IHK“-Präsident. „Die ,Bildungsmesse’ wirkt auf mich wie der Leuchtkegel eines Leuchtturms, der eigentlich in ganz Hessen gesehen werden müsste. Wir hoffen deshalb, dass möglichst viele Jugendliche über die Region Fulda hinaus zu uns kommen“, betonte der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. „Die Nachwuchsgewinnung für das Handwerk ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus unserer Arbeit gerückt. Unser Ziel ist es, junge Leute mit den besseren Argumenten zu überzeugen und vor allem auch zu begeistern“, betonte Dr. Herbert Büttner, Geschäftsführer der „Kreishandwerkerschaft Fulda“. „Die duale Ausbildung muss wieder mehr Wertschätzung erfahren. Immer noch sehen zu viele Jugendliche und auch deren Eltern höhere Bildungsabschlüsse mit einer anschließenden akademischen Ausbildung als das erstrebenswertere Ziel an.“

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Übrigens, am Stand der „Kreishandwerkerschaft“ gibt es eine aktuelle Lehrstellenbörse. Der Einstieg in die Ausbildung ab Sommer 2019 ist jetzt noch möglich. „Die Bildungsmesse hat sich seit vielen Jahren in der Region Fulda etabliert. Ihre Akteure fühlen sich den Zukunftschancen junger Menschen verpflichtet und möchten für sie ideale Voraussetzungen für eine bestmögliche berufliche Ausbildung schaffen“, stellte Landrat Bernd Woide fest. Das sei anerkennenswert und zeuge von Verantwortungsgefühl, aber auch Weitsicht: Denn das Streben junger Menschen nach Wissen und Können seit das wertvollste Humankapital unserer Gesellschaft. „Wir sollten unsere Jugend bei dieser Suche nicht sich selbst überlassen, sondern ihr unterstützend zur Seite stehen. Deshalb ist es gut und wichtig, dass es die Bildungsmesse gibt“, unterstrich Woide.

Zwischenruf von Bertram Lenz: An einem Strang

Es ist diese eine Eigenschaft, die unsere Region von vielen anderen unterscheidet, und auf die wir stolz sein können. Ich meine die Tatsache, dass viele Menschen beziehungsweise Institutionen an einem Strang ziehen, wenn es da-rum geht, etwas Positives zu erreichen. Konkret beziehe ich mich hier auf die „Bildungsmesse“, die am Sonntag und Montag im „Kongresszentrum Fulda“ stattfindet. Dass die Großveranstaltung schon zum 13. Mal über die Bühne geht, beweist, dass sie sich längst etabliert hat, insbesondere von der Zielgruppe – Jugendliche, Eltern und Lehrer – wahrgenommen wird und die Bemühungen aller Beteiligten auch entsprechend honoriert werden. Die Verantwortlichen, genannt seien Stadt und Landkreis Fulda, die „Kreishandwerkerschaft Fulda“, die „Industrie- und Handelskammer Fulda“ sowie die „Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda“ haben schon lange erkannt, dass Bildung das „Thema Nummer 1“ ist und entsprechend gefördert werden muss.

Profitieren können indes auch die heimischen Unternehmer, die händeringend Nachwuchs- und Fachkräftemangel beklagen und hoffen, durch das Werben bei der Messe Interesse für den jeweiligen Berufsstand zu wecken. Und auch die Zahlen sprechen in diesem Jahr eine mehr als deutliche Sprache: 139 Aussteller präsentieren auf über 4.300 Quadratmetern mehr als 161 Berufe, 176 Studiengänge (duale und reguläre), Angebote der Berufsschulen sowie zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten in der osthessischen Region. Letztendlich steht es natürlich jedem frei, die „Bildungsmesse“ zu besuchen. Indes sollten sich gerade Jugendliche vor Augen halten, dass es selten ein solch kompaktes Angebot an Bildungsmöglichkeiten gibt , wie es jetzt im „Esperanto“ gezeigt wird. Also: Auf zur „Bildungsmesse“. Es lohnt sich! Zumal der Eintritt frei ist!

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