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Das Wild ist blind

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Nord-/Osthessen. Autofahrer aufgepasst: Durch die Zeitumstellung am 27. Oktober erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen.

Ost-/Nordhessen.  Die verstärkte Aufmerksamkeit der Autofahrer ist gefragt: Am 27. Oktober wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt und damit vonSommer- auf Winterzeit. Mit der Umstellung erhöht sich das Risiko für Wildunfälle. Denn: Durch die Zeitumstellung verlagert sich der Berufsverkehr in die Dämmerungsstunden. Die "Initiative Natürlich Jagd" gibt hilfreiche Hinweise.

Wildtiere kennen weder Sommer- noch Winterzeit. Doch gerade die Dämmerungsstundensind für sie gefährlich, da sie sich dann auf Nahrungssuche begeben oder inihre Ruhezonen in dichte Wälder zurückkehren. Besonders gefährlich sind nebenLandstraßen auch Straßen durch Feld- und Waldgebiete – auch dann, wenn keineSchilder auf Wildwechsel hinweisen. "Wir empfehlen eine vorsichtige und vorausschauendeFahrweise", sagt Dr. Rolf Eversheim, Geschäftsführer der Jägerstiftungnatur+mensch. "Auf diese Weise können Wildtiere die Gefahr durch herannahendeFahrzeuge besser einschätzen und Fahrer haben die Möglichkeit, rechtzeitig zu reagieren",erläutert er.Wie groß die Gefahr sowohl für Autofahrer als auch für Wildtiere ist, belegen aktuelleZahlen: Laut ADAC werden jährlich 2500 Verkehrsteilnehmer durch Wildunfälleverletzt. 170.000 Rehe, 17.000 Wildschweine und mehr als 200.000 Hasen und Kaninchenkommen jedes Jahr unter die Räder. Selbst Unfälle mit kleineren Wildartenkönnen ernste Folgen haben – einfach, weil das plötzlich auftauchende Tier denFahrer zu einer spontanen Ausweichreaktion verleiten kann. Damit verbunden istdas Risiko, dass das Fahrzeug in den Gegenverkehr gerät oder ins Schleudernkommt.Neben einer vorsichtigen Fahrweise und angepasster Geschwindigkeit sollte zudemimmer ausreichend Abstand zum Vordermann gehalten werden. Taucht Wild amStraßenrand auf, sollte man versuchen, es durch lautes Hupen auf die Gefahr aufmerksamzu machen und vom Straßenrand zu vertreiben. Scheinwerfer aufzublenden,bewirkt eher das Gegenteil: Das grelle Licht verwirrt die Tiere häufig und nimmtihnen jede Orientierungsmöglichkeit."Bei einem Unfall müssen auf jeden Fall die Polizei und der Jagdpächter verständigtwerden. Der Tierkadaver darf nicht mitgenommen werden: Das ist Wilderei undsomit ein Straftatbestand", betont Eversheim.

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