"Mr. Mittelstand": Winfried Rippert im Alter von 84 Jahren gestorben

Der Fuldaer vertrat als Landtagsabgeordneter lange Jahre die Region in Wiesbaden

Fulda - Der langjährige Fuldaer CDU-Landtagsabgeordnete, Vorsitzende der heimischen CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) und deren Ehrenvorsitzender, Winfried Rippert, ist im Alter von 84 Jahren in Fulda gestorben.

"MIT-Kreisvorsitzender Jürgen Diener: "Wir sind tief traurig und erschüttert über den Tod unseres langjährigen Vorsitzenden Winfried Rippert. Er war über Jahrzehnte die zentrale und treibende Kraft unserer MIT, er war Mr. Mittelstand. In der Sache galt Winfried Rippert als harter Kämpfer, aber immer fair und loyal. Er war guter politischer Taktierer, der es verstand, seine Vorstellungen zum Wohle seiner osthessischen Heimat und der regionalen Wirtschaft durchzusetzen.

Winfried Rippert war ein echter Freund, von dem wir im Mittelstand viel gelernt haben. Seine unverwechselbare und vor allem auch gesellige Art wird uns fehlen. Wo er war, hat Mittelstand stattgefunden.“

„Winfried Rippert hat sich immer und in ganz besonderer Weise für die Region Fulda eingesetzt“, betonen Landrat Bernd Woide und Kreistagsvorsitzender Helmut Herchenhan. „27 Jahre lang war er Abgeordneter im Hessischen Landtag, 15 davon war er auch Kreistagsmitglied und hat dabei die Region vertreten und sich für sie stark gemacht. Vor allem die Wirtschaftspolitik war ein Schwerpunkt seiner politischen Aktivitäten, insbesondere die Mittelstandspolitik und damit auch ein lebendiger Mittelstand lagen Rippert stets am Herzen“, so Woide und Herchenhan.

„Stadt und Land, Hand in Hand – dieses Zitat von Winfried Rippert wird mir wohl immer ganz besonders in Erinnerung bleiben, denn es hat seine Arbeit in und für die Region – die auch seine Heimat war – geprägt. Die Verbindung von Stadt und Landkreis Fulda war ihm besonders wichtig. Der Landkreis Fulda wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren“, sagt Woide abschließend.

Der Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand: „Winfried Rippert war ein Lokalpatriot, der Fulda und die Region gelebt hat. Er war Christdemokrat, Fulda-Patriot und Mr. Mittelstand. Er konnte andere begeistern und hat sich selbst begeistern lassen. Menschen wie Bischof Dyba und Alfred Dregger haben ihn regelrecht angesteckt. Von der katholischen Jugendbewegung bis ins hohe Alter als Präsident der Freundeskreises St. Bonifatius war ihm der Glaube das zentrale Rüstzeug. Als Abgeordneter hat er für die Anliegen des Mittelstandes kompromisslos gestritten. Mit seinen Ecken und Kanten scheute er keinen Konflikt. Aktiv die Deutsche Einheit zu erleben, war für ihn die Erfüllung eines Lebenstraums. Als nach dem Fall der Mauer der frühere US-Posten POINT ALPHA geräumt wurde, gehörte Winfried Rippert zu den ersten, die sich in Wiesbaden für den Erhalt und die Errichtung einer Gedenkstätte eingesetzt haben. Dieser Verdienst wird bleiben ebenso wie der Einsatz für deutsch-amerikanische Freundschaft. Mit seinem Tod verlieren wir einen Freund und Förderer, der sich mit Herzblut für unsere Heimat eingesetzt und verdient gemacht hat.“

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