Dr. Wingenfeld: ,,Abfallvermeidung ist wichtig``

Fulda. Im vergangenen Jahr fielen im Landkreis Fulda 35.700 Tonnen Hausmll an. Die Hausmllmenge verringerte sich damit um nochmals 1.600 T

Fulda. Im vergangenen Jahr fielen im Landkreis Fulda 35.700 Tonnen Hausmll an. Die Hausmllmenge verringerte sich damit um nochmals 1.600 Tonnen gegenber dem Vorjahr. Im Durchschnitt produzierte jeder Haushalt rund 400 Kilogramm Abflle und Wertstoffe. Mit 232 Kilogramm konnten deutlich mehr Abflle verwertet werden als entsorgt werden mussten (172 kg).

Wie Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld mitteilte, habe sich damit der bundesweite Trend besttigt. In deutschen Haushalten fllt immer weniger Abfall an - auch und gerade im Landkreis Fulda. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die durchschnittliche Mllmenge im Bundesgebiet pro Jahr und Einwohner von 456 Kilogramm auf 452 Kilogramm.

Bundesweit wurden im Jahr 2005 37,3 Millionen Tonnen Siedlungsabflle aus Haushaltungen und Kleingewerbe eingesammelt. Das waren 300.000 Tonnen weniger als im Jahr zuvor. Der Haus- und Sperrmll ging mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von 204 Kilogramm in die Abfallmengenbilanz ein. Wertstoffe machten 142 Kilogramm und organische Abflle 101 Kilogramm aus.

Erfreut vermerkt der Erste Kreisbeigeordnete, dass sich im Landkreis Fulda mit dem Ausbau der Wertstoffsammlungen die zu entsorgende Hausmllmenge in den letzten zehn Jahren von ber 250 Kilogramm pro Einwohner auf 160 Kilogramm verringert habe. Sie liege damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 204 Kilogramm und dem Landesdurchschnitt von 180 Kilogramm.

Bio-Tonne als wesentlicher Faktor

Einen wesentlichen Anteil am Rckgang des Hausmllaufkommens misst Dr. Wingenfeld der Bio-Tonne zu. Mit rund 100 Kilogramm stellten organische Abflle auch im Landkreis Fulda mittlerweile den bedeutsamsten Wertstoff dar. Es folgten Altpapier mit 78 Kilogramm, Verpackungsabflle aus Gelber Sack/Gelber Tonne mit 32 Kilogramm und Altglas mit 22 Kilogramm pro Einwohner.

Mit der zum 1. Juni 2005 vom Gesetzgeber bundesweit verbotenen Deponierung von Abfllen htten sich die Entsorgungskosten fr Hausmll annhernd verdreifacht, so Dr. Wingenfeld. Nur durch den Ausbau und die konsequente Nutzung der Getrenntsammelsysteme sei es gelungen, die Weitergabe der hheren Entsorgungskosten ber die Mllgebhren auf ein geringeres Ausma zu begrenzen.

Der Erste Kreisbeigeordnete appellierte deshalb an alle Brgerinnen und Brger des Landkreises Fulda, auch weiterhin ihre Abflle zu trennen. Am besten sind natrlich solche Abflle, die erst gar nicht entstehen. Deshalb sei Abfallvermeidung weiterhin wichtig. Beispielsweise knne man beim Einkauf auf umweltfreundliche Produkte achten und auf aufwndige Verpackungen verzichten.

Wenn die Brger unsere Bemhungen in der Abfallwirtschaft weiter so engagiert untersttzen wie bisher, mssen wir auch in Zukunft weder den Vergleich der Abfallmengen noch der Gebhren mit anderen scheuen. Unser Ziel ist es, den Brgern und Gewerbetreibenden weiterhin ein effektives und kostengnstiges Gesamtentsorgungssystem anzubieten, uerte sich Dr. Wingenfeld. (pm)

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