OB Wingenfeld bestürzt über Geschehen im Münsterfeld: Mahnung zur Sachlichkeit

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OB Wingenfeld bestürzt über Geschehen im Münsterfeld

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zum Fall des erschossenen Afghaners in Fulda.

Fulda - Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld reagierte bestürzt auf die Nachricht von dem Geschehen am Freitag im Münsterfeld. „Unsere Gedanken sind bei den verletzten Personen und deren Angehörigen.“ Es müsse nun abgewartet werden, was die Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergeben. Gleichzeitig rief der OB zur Sachlichkeit auf.

In diesem Zusammenhang kritisierte er die Äußerungen von Abdulkerim Demir vom Wochenende, der offenbar bewusst den Eindruck in der Öffentlichkeit erweckt habe, er spreche zu diesem Thema in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausländerbeirats der Stadt Fulda.

Wingenfeld forderte: „Ich verlange, dass sich Herr Demir von seinen - durch die bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in keiner Weise belegbaren -Anschuldigungen gegen die eingesetzten Beamten distanziert oder zumindest öffentlich klarstellt, dass er sich lediglich als Privatperson geäußert hat.“

"Nicht akzeptabel"

Es sei nicht akzeptabel, so Wingenfeld, wie Demir einerseits das Verhalten des 19-Jährigen verharmlose und andererseits eine Demonstration unterstütze, aus der heraus pauschal eine drastische Bestrafung des Beamten gefordert werde. „Solche Vorverurteilungen passen nicht zu unserem Rechtsstaat“, so Wingenfeld, der ergänzte: „Ich bin froh, dass wir in einem freiheitlichen Rechtsstaat leben, wo einerseits Demonstrationen möglich sind, aber man anderseits auch sicher sein kann, dass die Justiz unabhängig ermittelt und auch diesen Fall objektiv überprüfen wird.“

Das Statement Demirs gegenüber FULDA AKTUELL lesen Sie hier.

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