Winterdienst in der Region Osthessen: Um 2 Uhr geht die erste Schicht los

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Im Landkreis Fulda sind 58 Winterdienst-Mitarbeiter auf 26 Fahrzeugen unterwegs

Region - Die vergangenen Tage haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig ein funktionierender Winterdienst ist, um uns zumindest einigermaßen von Schnee und Eis zu befreien. Damit ein Mehr an Sicherheit auf Straßen und Gehwegen gegeben ist. „Fulda aktuell“ hat sich deshalb dieses Themas angenommen und bei „Hessen Mobil“ nachgefragt.

Das „Regionalbüro Osthessen“ ist für die Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner zuständig, während das „Regionalbüro Mittelhessen“ die Kreise Vogelsberg, Main-Kinzig und Wetterau verantwortet. Insgesamt acht Straßenmeistereien gibt es in den drei genannten osthessischen Landkreisen, davon drei in Fulda: In Hünfeld, Neuhof und Gersfeld. Die Winterdienst-Mitarbeitenden von „Hessen Mobil“ decken alle Bundes-, Landes- und Kreisstraßen der jeweiligen Landkreise ab. Insgesamt sind das 2.441 Kilometer Straßennetz. Den größten Anteil davon nehmen Landesstraßen ein, hierbei handelt es sich um 1.115 Kilometer. Die Kreisstraßen, die die Mitarbeitenden im Winterdienst betreuen, haben eine Gesamtlänge von 804 Kilometern, die Bundesstraßen von 522 Kilometern.

Wie Jana Gutsche vom „Sachgebiet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Osthessen“ weiter schreibt, schlüsselt sich die Gesamtlänge von 1.058 Kilometern im Kreis Fulda wie folgt auf: – Landesstraßen: 487 Kilometer – Kreisstraßen: 391 Kilometer – Bundesstraßen: 180 Kilometer. Gutsche: „Gerade in diesen sehr schnee- und eisreichen Tagen sind die Mitarbeitenden und die Fahrzeuge im Volleinsatz tätig. Alle zur Verfügung stehenden Fahrzeuge sind draußen. Im gesamten osthessischen Bereich sind das 59 Fahrzeuge und 143 Mitarbeitende. Auf den Landkreis Fulda entfallen 26 Fahrzeuge und 58 Mitarbeitende. Diese beginnen ihren Dienst zwischen 2 und 2.30 Uhr in der Nacht, „so dass die Strecken zwischen 6 und 22 Uhr befahrbar sind“.

Jede Straßenmeisterei verfügt über Streu- und Räumpläne. Strecken, die eine hohe Verkehrsbelastung sowie Steigung und Gefälle haben, werden zuerst angefahren. Parkplätze sind nachrangig, erläutert Gutsche. Die Anzahl der Schichten im Winterdienst richtet sich laut ihrer Aussage nach der Witterungslage: „Momentan erfolgt der Einsatz unserer Mitarbeitenden in einem Zwei-Schicht-Plan. Die erste Schicht beginnt um 2.30 Uhr und die zweite Schicht um 13.30 Uhr. So wird eine Befahrbarkeit der jeweiligen Straßen im Zeitraum von 6 Uhr bis 22 Uhr sichergestellt“.

Das Streugut wird in vorhandenen Salzhallen und Silos aufbewahrt. Die Einsatzfahrzeuge beziehungsweise Mitarbeitenden benutzen auf den Straßen „Feuchtsalz 30“. Feuchtsalz sei Streusalz, das mit einer Magnesiumchlorid-Lösung angefeuchtet werde. Es besteht aus 70 Prozent Salz und 30 Prozent Salzlösung, daher auch der Name „Feuchtsalz 30“. Gutsche: „Es verteilt sich gleichmäßig, haftet sehr gut und hat schon bei einer kleinen Menge eine große Tauwirkung. Pro Quadratmeter ist nur etwa ein Teelöffel Salz notwendig, was ein Vorteil für die Umwelt ist“. Auf die Frage, mit welchen Problemen/Schwierigkeiten die Mitarbeitenden besonders konfrontiert würden, antwortet Gutsche: „In Einzelfällen ist dies rücksichtloses Fahrverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer“.

Trotz aller Bemühungen und einer optimierten Routenplanung kann der Winterdienst jedoch nicht überall gleichzeitig sein. Bei langanhaltenden Schneefällen könne es dabei zu einem erhöhten Aufwand und somit zeitlichen Verzögerungen im weiteren Streckenverlauf führen. Daher rät Gerhard Niedling, der die Straßenmeistereien Neuhof und Hünfeld leitet: „Generell sollten Verkehrsteilnehmer für ihre Fahrt etwas mehr Zeit einplanen. Besonders wichtig ist es aktuell auch, vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Fahrzeuge ohne Winterreifen sollten in der Garage stehen bleiben und nur wirklich notwendige Fahrten angetreten werden.“

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