Wirbel um Auftritt von türkischer Musikgruppe in Fulda

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: "Die Stadt Fulda wurde getäuscht".

Stadt Fulda sieht sich durch Veranstalter getäuscht / Fehlendes Sicherheitskonzept

Fulda - Das Messegelände auf der "Fulda Galerie" soll nach Auskunft der Stadt Fulda nicht für ein Konzert der türkischen Gruppe "Grup Yorum" zur Verfügung stehen. Der Grund: Die für den kommenden 17. Juni vorgesehene Veranstaltung sei bei der Anmeldung lediglich als "Fest der Völker" deklariert worden, der Veranstalter  - die "Freidenker Hessen" - habe die Stadt Fulda zu keinem Zeitpunkt über den geplanten Auftritt von "Grup Yorum" informiert. Zudem fehle das notwendige Sicherheitskonzept, das der Veranstalter laut Anforderung der Stadt Fulda hätte vorlegen müssen.

Einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung zufolge gehört die "Grup Yorum" nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums und des Verfassungsschutzes zu den Unterstützern der seit 1998 in Deutschland verbotenen DHKP-C. Seit 2002 werde diese von der Europäischen Union als terroristische Organisation gelistet.

„Die Stadt Fulda wurde getäuscht“, so Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Erst aus den sozialen Medien habe die Stadt erfahren, dass die Veranstaltung als großes Europakonzert der Gruppe "Grup Yorum" geplant war. Das ändere den Charakter der Veranstaltung vollkommen, auch was die Besucherzahlen und die Sicherheitslage angehe, so dass die Stadt das Messegelände nicht zur Verfügung stellen könne, so Wingenfeld.

Der Veranstalter versuche nun, die Durchführung der Veranstaltung gerichtlich durchzusetzen.

Spontan fanden sich  Anhänger der Gruppe am Mittwochvormittag vor dem Bürgerbüro zu einer Kundgebung zusammen, um dagegen zu protestieren, dass die Stadt den Auftritt von "Grup Yorum" verbieten wolle.

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