Die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen

Vogelsberger Landrat fr neue Leitstelle und Atemschutzstrecke - Aber: "Es geht nur die fr den Kreis kostengnstigste Lsung

Vogelsberger Landrat fr neue Leitstelle und Atemschutzstrecke - Aber: "Es geht nur die fr den Kreis kostengnstigste Lsung"

Vogelsbergkreis. Landrat Rudolf Marx freut sich ber die Gesprchsbereitschaft der Vogelsberger SPD in Sachen Gefahrenabwehrzentrum mit Leitstelle. Er sei in einem stndigen guten Dialog mit dem Alsfelder Brgermeister Ralf Becker, betont der Verwaltungschef in einer Pressemitteilung. Dennoch hlt er die ffentliche Erklrung der Kreis-SPD mit dem Vorhalt der Unttigkeit fr eine "Luftnummer", denn sie blende in wesentlichen Bereichen die Realitt aus. "Aufgaben erfllen, bedeutet aber vor allem, die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen."

Es knne nicht reichen, eine millionenschwere Sachfrage als eine Art "Ehrenerklrung" fr eine kreisangehrige Stadt zu behandeln. Als Landrat sei er gehalten, bei Klarheit in einer Sachfrage die Rahmenbedingungen "aufs Grndlichste zu recherchieren" und den Kreisgremien "selbstverstndlich die wirtschaftlichste, kostengnstigste Lsung anzubieten."

Der Landrat stellt fest, dass nur die Hlfte der Stdte und Gemeinden an einer Finanzierung des Betriebs der Atemschutzbungsstrecke mitwirken wrde - nur zehn von 19 htten zugesagt. Das gute Konzept des Kreisfeuerwehrverbandes baue aber auf dieser Voraussetzung auf. Man knne die Wirklichkeit nicht negieren. Der Kreis sei gern bereit, den Bewilligungsbescheid in Hhe von 119.000 Euro (Innenminister Bouffier hatte ihn im Januar berreicht) auf die Stadt Alsfeld zu bertragen. Denn im Kern sei dies eine Gemeinde-, nicht eine Kreisaufgabe. Der Kreis knne und werde jedoch nicht fr jene Gemeinden "einspringen", die lieber nach Grnberg oder Fulda fahren, um ihre Feuerwehrleute zu schulen.

"Ich bin gehalten, die fr den Landkreis und die hier lebenden Menschen insgesamt die sachlich beste und wirtschaftlichste Lsung zu erreichen", betont Rudolf Marx. Beim notwendigen und erwnschten Ausbau der Leitstelle mit Gefahrenabwehrzentrum knne der Landkreis den Kostenvergleich nicht ignorieren. Die Stadt Alsfeld wnsche sich fr den Erwerb des mglichen Gebudes 217.000 Euro vom Kreis, so habe es der Brgermeister dem Landrat mitgeteilt. Der Kreis knne zwar jhrlich 20.000 Euro sparen, weil er seinen Gefahrenabwehrzug dort mit unterbringen knnte - aber die Kostenberechnung fr den erforderlichen Um- und Ausbau dieses Gebudes belaufe sich auf weitere 1,2 Millionen Euro. Hierzu gebe es keine Beschlsse des Kreistages.

Die Kostenanalyse des Gebudemanagements in der Kreisverwaltung habe ergeben, dass am Standort Lauterbach, wo sowieso der Katastrophenschutzstab logistisch untergebracht sei, die Unterbringung der Leitstelle ziemlich genau die Hlfte, nmlich 700.000 Euro kosten wrde. Dies knne er als verantwortlicher Kmmerer nicht ignorieren. Er werde deshalb den Kreisgremien entsprechende Vorschlge machen.

Auf jeden Fall wolle der Landrat die mglichst rasche umfassende Modernisierung der Zentralen Leitstelle, damit sie als Einrichtung im Kreis gehalten und der Kreis nicht sicherheitspolitisches "Anhngsel" von Fulda oder Gieen werde.

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