Hessenweites Pilotprojekt in Fulda: Sozialwohnungen aus KIP-Förderung

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Das Projekt in der Kohlhäuser Straße 11
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Staatssekretärin Tappeser (Mitte) weihte am Donnerstagvormittag die Sozialwohnungen ein. Mit dabei OB Dr. Wingenfeld, Bauamtsleiter Fehl und Bauausschuss-Vorsitzender Krah sowie Vertreter der Bauherrengemeinschaft
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Das Projekt in der Kohlhäuser Straße 11

Staatssekretärin weiht Wohnanlage in der Kohlhäuser Straße 11 offiziell ein / Für Flüchtlingsfamilien und sozial Schwache

Fulda - Der Zeitpunkt der offiziellen Einweihung hätte passender nicht sein können: Am Donnerstag wurde bekannt, dass es in Hessen 27.000 Sozialwohnungen weniger gibt als noch vor vier Jahren. Dabei benötigten immer mehr Menschen geförderten Wohnraum. Zugleich besichtigte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser aus dem Hessischen Umweltministerium in der Fuldaer Kohlhäuser Straße 11 ein Projekt, in dem 13 neue Sozialwohnungen entstanden sind. Diese wurden aus Mitteln des so genannten Kommunalinvestitionsprogramms (KIP)   - Sonderbereich Wohnen - gefördert. Realisiert wurde diese Maßnahme, die eine hessenweite Premiere darstellt, von der "Bauherrengemeinschaft Koch/Geistdörfer". Die Gesamtinvestition belief sich auf 2,6 Millionen Euro.

„Im Bereich der Wohnraumförderung braucht es einen langen Atem, denn der Weg vom Antrag bis zur Fertigstellung kann leicht mehrere Jahre dauern. Daher freut es mich ungemein, dass ich heute hier in Fulda die ersten fertiggestellten Sozialwohnungen, die mit Mitteln aus dem KIP gefördert wurden, einweihen kann“, so die Staatssekretärin. Die Wohnungen wurden im Rahmen des KIP mit 865.000 Euro gefördert.

Bei dem Objekt handelt es sich um einen ehemaligen Gewerbebau (Schulungszentrum), der von der "Bauherrengemeinschaft Koch/Geistdörfer" mit Mitteln des Landes und Mitteln aus KfW-Programmen umgebaut und aufgestockt wurde. Insgesamt sind 26 neue Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 1.450 Quadratmetern entstanden.

Es gibt noch eine Besonderheit: Die Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss werden von Flüchtlingsfamilien bewohnt. In dem neugebauten zweiten Obergeschoss sowie dem so genannten Staffelgeschoss sind die erwähnten weiteren 13 Wohnungen geschaffen worden.  Diese haben eine Gesamtwohnfläche von etwa 640 Quadratmetern und teilen sich auf in 1-3 Raum-Wohnungen mit Wohnflächen von 33 bis 83 Quadratmetern. Für die geförderten Wohnungen wurde eine Anfangsmiete ohne Betriebskosten von 5,40 Euro je Quadratmeter Wohnfläche festgelegt.

„Wir schaffen hier neuen Wohnraum, dessen Miete sich an den finanziellen Möglichkeiten einkommensschwacher Haushalte orientiert“, betonte Tappeser. „Dadurch, dass in diesem Gebäude auch Flüchtlinge wohnen, trägt dieses Projekt dazu bei, dass eine soziale Durchmischung stattfindet. „Der Aufgabe ,Integration von Menschen mit unterschiedlichsten Lebensläufen' kommt im Wohnungsbau immer eine ganz besondere Rolle zu“, so die Staatssekretärin weiter.

Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sprach von einem "ganz besonderen Projekt", das in einer Gemeinschaftsleistung habe realisiert werden können, denn die Stadt habe sich mit einem Zuschuss in Höhe von 219.000 Euro aus Mitteln des eigenen städtebaulichen Förderprogrammes beteiligt, das im Dezember 2015 verabschiedet worden war. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei eine große Herausforderung, zumal die Stadt Fulda weiter stark wachse und sich einer Einwohnerzahl von 70.000 nähere.  Noch in diesem Jahr hoffe man auf die Realisierung von weiteren 22 sozialen Wohneinheiten . Wingenfelds Fazit für das Pilotprojekt in der Kohlhäuser Straße 11: "Mut, Geduld und Hartnäckigkeit haben sich bezahlt gemacht".

Der OB dankte ebenso wie Peter Koch als Vertreter der Bauherrengemeinschaft dem Fuldaer Bauamtsleiter Jürgen Fehl für dessen Engagement. Koch wies darauf hin, dass erst Anfang August 2016 die Baugenehmigung ergangen sei, und inzwischen seien bereits alle 26 Wohneinheiten vermietet. Übrigens in steter Rücksprache mit dem zuständigen Sozialamt. "Die ersten Mieter sind Ende Januar 2017 eingezogen, und bislang gab es noch keinerlei Probleme", so Koch weiter.      

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