Schäuble in Lauterbach: Keinen Grund, sich vor der Zukunft zu sorgen 

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Bundesfinanzminister (CDU) sprach am späten Mittwochnachmittag vor über 300 Zuhörern in der Vogelsberger Kreisstadt 

Lauterbach - Der "starke Mann im Kabinett von Angela Merkel" (CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Brand), Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), hat am späten Donnerstagnachmittag Lauterbach besucht. In der vollbesetzten Aula der Sparkasse Oberhessen referierte er zunächst eine knappe Stunde lang über die gegenwärtige Lage, in der sich Deutschland befindet, und über die Herausforderungen, denen sich der Staat und seine Bürger stellen müssen. Dann stand der 74-Jährige noch für Fragen der rund 330 Zuhörer bereit.

Schäuble sei der "Architekt des Einheitsvertrages" erinnerte Brand in seiner Begrüßung, nachdem sich der Finanzminister in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte - flankiert von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und vom CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Jens Mischak. Brand, auf dessen Einladung Schäuble in der Vogelsberger Kreisstadt weilte, ging auf die jüngste Unterstützung der Bundesregierung für die Region Osthessen ein und nannte unter anderem den Breitbandausbau, den Ausbau der ICE-Strecke Fulda-Frankfurt/Main sowie die Indienststellung der "Bundespolizei-Einheit BFE+" am Standort in Hünfeld.

Der Bundesfinanzminister streifte während seiner Rede ein breites Spektrum, um am Ende zu bilanzieren: "Wir haben keinen Grund, vor der Zukunft Angst zu haben. Aber allen Grund, uns anzustrengen". Denn es dürfe sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausgeruht werden, die der Bundesrepublik ein Höchstmaß an Beschäftigung und eine sehr geringe Arbeitslosenquote beschert hätten. Schäuble betonte, dass der wirtschaftspolitische Kurs fortgesetzt werde und keine neuen Schulden gemacht würden. "Wir werden weiter eine verlässliche und nachhaltige und vernünftige Finanzpolitik betreiben", formulierte er und erwähnte ferner notwendige Investitionen in die Infrastruktur und die Erhöhung der Mittel für Bildung, Forschung und Entwicklung.

Ein weiterer Schwerpunkt liege bei der Stärkung von Familien, die laut Schäuble "die Urzelle unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft sind". Hier erwähnte der Finanzminister unter anderem die Erhöhung des Kindergeldes und die Anpassung der Kinderfreibeträge. 

Was die sicherheitspolitische Situation angeht, so sprach sich der 74-Jährige dafür aus, den Sicherheitsorganen die nötigen Instrumente an die Hand zu geben. Dazu gehöre auch der Einsatz technischer Mittel wie beispielsweise der Gesichtskontrolle, wie sie gegenwärtig in Berlin erprobt werde. Eine hundertprozentige Sicherheit könne es nicht geben, mahnte der Minister und sagte:  „Terroristen wollen Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit, die man mit einem Anschlag in der westlichen Welt erreichen kann, ist optimal.“ Dennoch sollte das Klima von Offenheit und Toleranz bewahrt werden, denn in einem Klima, in dem die Angst regiere, gehe die Offenheit verloren.

 "Was soll man da sagen? Am besten nicht zu viel", formulierte er in Bezug auf US-Präsident Donald Trump und forderte auf, zwar selbstbewusst aufzutreten, aber nicht zu vergessen, dass die USA immer noch unser wichtigster Partner seien.  Was Russland angehe, so könne es eine Zusammenarbeit nur auf der Basis geben, dass das Land andere Staaten nicht einschüchtere oder unter Druck setze. "Und dass es keine militärische Macht gegenüber seinen Nachbarn ausübt", verlangte Schäuble, der auch die Türkei als einen wichtigen Partner bezeichnete. "Auch unter Erdogan". 

Unter den Zuhörern, die abschließend Fragen stellten beziehungsweise Schäubles politische Rolle würdigten, waren beispielsweise Unternehmer Gustav Stabernack, der Lauterbacher Stadthistoriker Professor Dr. Karl-August Helfenbein und VdK-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Röhr.  

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