Ranger - "die Gesichter der Rhön"

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"World Ranger Day" im Biosphärenreservat Rhön: An sieben Tagen rund um die Uhr im Einsatz

Rhön -  Zahlreiche Besucher haben am 31. Juli, dem "World Ranger Day", am Wanderparkplatz Schornhecke (Bayern) einen Einblick in die Arbeit der Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erhalten. Die sieben Kollegen aus der Hessischen Rhön haben zudem ein Jubiläum gefeiert: Seit 25 Jahren gibt es Naturschutzwarte in Hessen. Heute seien die Ranger “die Gesichter der Rhön”, sagte Fuldas Landrat Bernd Woide, der den Mitarbeitern für ihren Einsatz dankte.

Schon am Morgen machten die ersten Wanderer an den Infoständen in der Nähe des Heidelsteins Halt. Hier stellten die Ranger zahlreiche Projekte des Biosphärenreservats vor und berichteten über ihre Aufgabengebiete. Diese sind vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.

In Hessen sind es derzeit sieben Ranger. Vier von ihnen waren vor 25 Jahren, am 22. Juli 1994, offiziell als hauptamtliche Naturschutzwarte für den hessischen Teil des Biosphärenreservats Rhön vorgestellt worden und sind auch heute noch im Dienst. „Sie sind das Bindeglied zwischen Natur und Mensch“, sagte Fuldas Landrat  Woide in seinem Grußwort. Die Ranger hätten es in den vergangenen 25 Jahren geschafft, in der Bevölkerung Akzeptanz für die Belange des Biosphärenreservats und das Thema Naturschutz zu schaffen. Ziel sei, das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön weiterzuentwickeln, sagte Landrat Woide. „Es ist unstrittig, dass wir hierzu die Ranger brauchen.“

„Ihr seid an sieben Tagen rund um die Uhr im Einsatz“, sagte Torsten Raab, Fachdienstleiter Naturpark und Biosphärenreservat Rhön beim Landkreis Fulda. „Ihr seid das Herz unserer Verwaltungsstelle.“ Viele Rhönerinnen und Rhöner hätten erst über die Ranger einen Zugang zum Biosphärenreservat und zum Naturschutz gefunden. Raab überreichte „seinen“ Rangern ein extra großes Feierabendbier mit persönlicher Widmung.

Im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön trat 1995 der erste Ranger seinen Dienst an, 2007 kam ein zweiter hinzu. „Diese Arbeit ist oft Schwerstarbeit und für die Rhön unerlässlich“, sagte Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön. Allein das "Naturschutzgebiet Lange Rhön" umfasse 3200 Hektar – eine große Kulisse für die beiden Ranger. Sie sollen bald von zwei weiteren Rangern unterstützt werden, die beim "Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR e.V.)" angestellt werden.

Ranger gibt es im Thüringer Teil der Rhön zwar nicht – Rolf Friedrich von der Thüringer Verwaltung war an der Schornhecke trotzdem dabei, um seine Kollegen zu unterstützen. Er sprach unter anderem über den Schutz von Wasseramsel und Wildkatze.

Die "Junior Ranger" aus Wüstensachsen hatten ihren selbst hergestellten Honig dabei und zeigten, wie aus einem Stück Holz mit wenigen Bohrungen ein Insektenhotel werden kann. Zahlreiche Besucher schlossen sich zudem einer Wanderung zum Steinkopf an, die von einem Ranger geführt wurde.

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