Wunderbar zum Leben: Nüsttals Bürgermeisterin Marion Frohnapfel im Gespräch

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Impressionen aus den Nüsttaler Ortsteilen.
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Impressionen aus den Nüsttaler Ortsteilen.

Die Gemeinde Nüsttal zwischen Hünfeld, Hofbieber und Hilders stellt sich vor.

Nüsttal - Marion Frohnapfel trat am 1. Januar 2015 ihr Amt als Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal an. Rund 2.800 Menschen leben in Nüsttal, das sich auf einer Fläche von 45,5 Quadratkilometern in die Ortsteile Hof-, Mittel- und Oberaschenbach, Gotthards, Morles, Rimmels, Silges und Haselstein gliedert.

„Die Menschen fühlen sich hier wohl“, ist die Bürgermeisterin überzeugt. „Wir pflegen Dörfer übergreifend ein gutes Miteinander und die Familienfreundlichkeit zeichnet uns aus.“ Dafür wird gerade die U3-Kinderbrtreuung ausgebaut und auch der Zuzug junger Familien nach Nüsttal funktioniert. „Wir dürfen allerdings wegen des IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) des Landes Hessen keine neuen Baugebiete ausweisen“, sagt Frohnapfel. In einem langen, schwierigen Prozess sei es aber gelungen, zukünftigen Bauherren innerörtliche Leerstände „schmackhaft zu machen“, so die Rathauschefin. „Es ist ein Bewusstseinswandel nötig, dass man nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten im Ort sein Haus baut“, sagt sie. Sollte es der Gemeinde wieder möglich sein, neue Baugebiete auszuweisen, „so werden wir Gebrauch davon machen“, so Frohnapfel. „Auf diese Art möchten wir unseren Ruf als schöne Wohngemeinde erhalten“.

Für die Zukunft gerüstet

Durch den Ausbau mit Breitband und Mobilfunk ist Nüsttal bestens für die Zukunft gerüstet. „Wir haben überall gute Verbindungen, und auch Ober­aschenbach wurde bereits im Zuge von notwendigen Bauarbeiten mit Leerrohren angebunden, in denen nun Breitbandkabel liegen“. Derzeit setzt die Gemeinde viel daran, das Freibad in Gotthards zu sanieren. „Diese Saison werden wir ganz normal öffnen, zumal das Freibad 2019 das seit 50 Jahren besteht“, sagt die Bürgermeisterin. Das soll im Sommer auch groß gefeiert werden, ehe nach dem Ende der Saison die Bauarbeiten beginnen sollen. „Es wäre sehr schön, wenn wir wegen der notwendigen Sanierung keine Saison versäumen müssten.“

Wie an vielen Stellen im Landkreis Fulda wird auch in Nüsttal an den Landes- und Kreisstraßen gearbeitet. Aktuell ist die L 3176 In Morles komplett gesperrt. An der Baumaßnahme von „Hessen mobil“ beteiligt sich die Gemeinde mit dem Austausch schadhafter Bordsteine und Hydranten. Auf weiteren Kreisstraßen wird ein Fugenverguss aufgebracht, der die Haltbarkeit der Nüsttaler Straßen verlängern soll.

IKEK-Mittel zur Dorferneuerung

Mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm „IKEK“ wird laut Frohnapfel derzeit an der Sanierung der Bürgerhäuser in Mittelaschenbach und Haselstein gearbeitet. „Dort haben wir auch viel ehrenamtliche Hilfe durch Ortsbeirat und den Heimatverein“, so die Bürgermeisterin. In Planung ist auch eine Erweiterung des Feuerwehrhauses in Haselstein und die Neuanschaffung von zwei Feuerwehr-Fahrzeugen für Rimmels und Hofaschenbach. „Unsere Feuerwehren sind gut aufgestellt. Wir haben auch zwei Jugendfeuerwehren, eine dritte könnte bald gegründet werden. Das sichert auch den Nachwuchs der Brandschützer“, so Frohnapfel stolz.

Das Vereinsleben in Nüsttal ist vielfältig. Fünf Heimatvereine, die alle unterschiedliche Namen haben, zwei Männergesangvereine, zwei Blaskapellen, ein Sportverein, Karnevalsvereine und weitere Vereine prägen das Gemeindeleben. Einige der Vereine seien derzeit im Umbruch, denn die Altersstruktur mache den Mitgliedern zu schaffen.

Angebote für jedes Interesse

Abseits des Vereinslebens gibt es auch viele Gruppen, die sich in Nüsttal zusammengefunden haben, um gemeinsamen Interessen nachzugehen. Volksliedersingen, ein offener Nähtreff, E-Bike-Fahren, Drahtkunst oder eine Kräuterwanderung seien nur wenige Beispiele. Auch das Projekt „Gemeinsam aktiv“ mit Senioren und Kindergartenkindern in Silges sei zu nennen, so Frohnapfel. „Es gibt für jedes Interesse einen Verein oder eine Gruppe bei uns“, sagt die Rathauschefin.

Ein Problem liegt Marion Frohnapfel aber im Magen: Das Fehlen eines Nahversorgers. Per Erhebung der Hochschule Mittelhessen sei deutlich geworden, dass die Nüsttaler sich einen Lebensmittelmarkt wünschen. Laut Frohnapfel seien mehrere Lebensmittelketten gefragt worden, aber die Antwort habe stets gelautet: Zu wenige Einwohner. Die Bürgermeisterin sieht jedoch ein Licht am Horizont: Sie erfuhr, dass es derzeit ein Projekt gebe, bei dem Einkaufscontainer aufgestellt werden, in denen man ohne Verkaufspersonal und mit bargeldloser Zahlung seine täglichen Besorgungen machen könne. „Ich könnte mir vorstellen, das umzusetzen“, sagt Frohnapfel. Sie kümmere sich weiterhin darum und wenn sich die Gelegenheit ergibt, „dann wird die Gemeinde sofort zugreifen“, sagt sie. Aus ihrer Sicht sei der Einkauf ohne Verkaufspersonal ein „zukunftsfähiges System“.

Touristische Ziele

Touristische Ziele in Nüsttal sind vor allem die „Extratour Ulmenstein“. Allein eine Gastronomie auf dem Wanderweg wünscht sie sich. Am Nüsttalradweg wird im Mai ein neues Café in Silges eröffnen. Großer Beliebtheit erfreue sich das Café in Haselstein, wo die Burgruine ebenfalls touristischer Anziehungspunkt ist. „Früher bin ich mit meinen Kindern oft dort gewesen. Ich habe dann Aus dem Buch ,Sagen und Geschichten aus der Rhön’ vorgelesen. Das hat schon was“, erinnert sich Frohnapfel.

Und einen großen Wunsch hat die Bürgermeisterin: Sie möchte auf lange Sicht den Nüsttal-Radweg an den Kegelspiel-Radweg im Norden und an den Milseburg-Radweg im Süden anschließen. Dazu müssten bauliche Maßnahmen wie neue Radwege vorgenommen werden, denn einer Familie mit kleinen Kindern sei es nicht zuzumuten, auch nur wenige hundert Meter an einer Kreisstraße entlang zu fahren. Die Idee kam ihr mit dem neuen Radwegekonzept, das der Landkreis Fulda derzeit plant. „Ich habe die Ortsbeiräte motiviert, ihre Ideen einzubringen“, sagt die Bürgermeisterin. „Wenn wir die Anbindung an die beiden bestehenden Rad-Wanderwege geschafft haben, dann sind wir in puncto Familienfreundlichkeit und Tourismus einen großen Schritt vorangekommen.“

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