Youtube-Joscha: Umfrage zur Schließung des Schwimmbades in Gersfeld

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Gersfeld. Unser Youtuber Joscha hat sich in Gersfeld umgehört, wie die Meinungen zur eventuellen Schwimmbad-Schließung sind.

Wolff für Öffnung des Freibades

Gersfeld. Hitzige Debatten gingen in den letzten zwei Wochen durch die Rhön, als bekannt wurde, dass in Gersfeld angedacht wurde, übergangsweise das Freibad für ein Jahr zu schließen, weil Sanierungsbedarf anstand. Bürgermeister Peter Wolff bekräftigt seine Haltung, die Attraktivität Gersfelds nicht einzuschränken und spricht sich daher gegen eine Schließung aus. "Mir war die Tragweite unserer Magistratsempfehlung sehr wohl klar. Daher hatte ich den Stadträten als Hausaufgabe mit auf den Weg gegeben, in ihren Parteien mit unseren Argumenten für unsere Position zu werben". Dies scheint nicht gelungen zu sein, so Wolff. "Da macht es keinen Sinn weiter für eine Position einzutreten, deren Urheber ich nicht bin und die offenkundig abgelehnt wird", so Wolff. Ganz im Gegenteil, so Wolff, können wir im ersten Jahr unserer neuen "Bäderflatrate" im Zusammenhang mit der neuen Gersfelder Gäste-VIP-Card alle Angebote abdecken und partizipieren von der Sanierung des Bades in Bischofsheim und dessen Besuchern, die nun nach Gersfeld kommen. Beeindruckt habe ihn das leidenschaftliche Engagement der Bevölkerung, das zum Ausdruck brachte, wie sehr ihnen das Freibad ans Herz gewachsen ist. Knapp 1000 "Freunde" einer entsprechenden Facebookseite und persönliche Gespräche haben dies unterstrichen. "Ich selbst habe dieses Engagement unserer Freibadfreunde ganz zu Beginn meiner Amtszeit im Sommer 2012 honoriert, in dem ich zur Premiere die 60m-Rutsche als Erster medienwirksam ausprobierte", so Wolff. Darum war er schon enttäuscht, erklärte der Bürgermeister, dass ihm ein Magistratsvorschlag, der befristet und argumentativ unterlegt war, und nicht von ihm stammte, persönlich vorgeworfen wurden. In einer Versammlung der Gersfelder Vermieter und Hotelbetriebe in dieser Woche wurde ihm noch einmal deutlich, dass die Akteure vor Ort die "Bäderflatrate" als einmalige Chance für Gersfeld sehen, die es in dieser Weise nirgends in der Region gibt. Dieser Chance will Wolff nun den Weg ebnen. Die Vermieter unterstützten bei diesem Treffen sogar mehrheitlich den Vorschlag des Magistrates, die Kurtaxe einmalig um drei Euro anzuheben und nicht um lediglich zwei Euro, wie die Stadtverordnetenversammlung nach einem CDU-Antrag beschloss. Auch die Gültigkeit dieses Vorschlages gleich am ersten Übernachtungstag stieß auf Widerstand, anders als der von Wolff präsentierte Vorschlag des Magistrates, die drei Euro erst ab dem zweiten Übernachtungstag anzusetzen. "Wenn wir unsere Tourismusakteure bei Gäste-VIP-Card und Kurtaxe mitnehmen wollen, müssen wir auf deren Bedenken eingehen, daher will er dieses Meinungsbild noch einmal in die politischen Gremien zur Überlegung hinein geben", so Wolff.

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