Zeit-Reise - Neue Retroserie: Die MusiCassette

In einer neuen Serie reisen die Redakteure in das vergangene Jahrhundert - zu MusiCassetten, Wählscheiben-Telefonen, Gameboy und mehr.

Osthessen - Die Zeit läuft immer weiter – jeden Tag gibt es neue Entwicklungen. Aber alles baut auf dem auf, was in den vergangenen Jahrzehnten erfunden wurde. Aus der Schellackplatte wurde irgendwann die Vinyl-LP, die Super-8-Videokamera wich dem digitalen Camcorder, wobei heute schon das Smartphone dessen Aufgaben teilweise übernimmt. Die „Amiga“ von einst heißt heute „XBox“ oder „Playstation“ und die „Isetta“ gibt es nur noch im Museum zu bestaunen. Weil die Erinnerung an alte Zeiten – meist – mit schönen Gedanken und Erlebnissen verbunden ist, möchte „Fulda aktuell“ die Leserschaft auf eine „Zeit-Reise“ in die vergangenen Jahrzehnte mitnehmen.

Technik überholt sich am schnellsten

Es sind natürlich in der Hauptsache technische Errungenschaften, die einst der Standard waren, und die heute weit überholt sind. „Weißt du noch, als wir in schwarz-weiß vier, maximal fünf Programme schauen konnten?“, erinnern sich einige Kollegen. „Und wenn das Testbild kam, wurde es Zeit, ins Bett zu gehen.“ Das ist für Kinder und Jugendliche von heute kaum denkbar. Auf hunderten Kanälen kann man sich sieben Tage lang rund um die Uhr berieseln lassen. Weil aber nicht alle Menschen so aufwachsen, wie die Jugend von heute, möchte die Redaktion die Leserinnen und Leser an ihre eigene Jugend erinnern. An das, was damals „in“ war, was jeder haben musste, was die Menschen in den fünfziger, sechziger, siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begleitet hat.

Ideen einbringen

Sie erinnern sich gerne an eine bestimmte Sache und würden darüber gerne in „Fulda aktuell lesen? Kein Problem:  Schreiben Sie uns eine E-Mail an redaktion@fuldaaktuell.de oder rufen Sie uns an. Wir kümmern uns darum und recherchieren, um die Leserschaft in regelmäßigen Abständen mit auf die – teils nostalgische – „Zeit-Reise“ zu nehmen.

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Teil 1: Die MusiCassette (1960-1990)

Von CHRISTOPHER GÖBEL

Bereits seit den 1960er Jahren gibt es die MusiCassette, die auch Kompaktkassette oder Musikkassette genannt wird. Die englische Bezeichnung ist „Tape“. Hierzulande wurde der Tonträger meist nur „Kassette“ oder kurz „MC“ genannt. Rund 20 Jahre lang war die Kassette von den 70er bis zu den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts der beliebteste Tonträger neben der Schallplatte.

Der Vorteil lag darin, dass nicht nur Musik oder Hörspiele wiedergegeben werden konnten, sondern mit den Kassettenrecordern auch aufgenommen werden konnte. Die Kassette, die es heute kaum noch zu kaufen gibt, enthält ein Tonband, auf dem elektromagnetisch Tonsignale gespeichert werden. Entwickelt wurde die „MC“ von der Firma „Philips“ und 1963 erstmal auf den Markt gebracht. 10,16 Zentimeter lang, 6,35 Zentimeter hoch und 1,27 Zentimeter tief ist die „MC“.

Ich selbst erinnere mich noch gut daran, wie ich mit meinem Kassettenrecorder nach der „Benjamin Blümchen“- und „Fünf Freunde“- und „Masters of the Universe“-Phase beim Radiohören vor dem Gerät saß, um meine Lieblingslieder aufzunehmen. Was mich damals wirklich störte, war, wenn der Moderator „ins Lied quatschte“. Dann war die Aufnahme nämlich hin. Ich habe Stunden damit zugebracht, Lieder von einer Kassette auf die andere zu überspielen und war auch ganz stolz auf meinen Doppel-Kassettenrecorder. Damit konnte man nämlich von einer MC zur andern kopieren und sich so seine Lieblings-MC zusammenbasteln.

Ich habe später sogar bei meinen nicht mehr benötigten Hörspielkassetten die Löcher oben mit Tesafilm verklebt, um Lieder darauf aufzunehmen. Dass die Tonqualität von Mal zu Mal abnahm, hat mich damals kaum gestört. Mir war damals „Dolby“ oder „Rauschunterdrückung“ ziemlich egal. Hauptsache, ich hatte meine Musik.

Als dann auch noch die ersten „Walkmen“ auf den Markt kamen, mit denen man seine Lieder sogar unterwegs hören konnte, war ich stolz wie Oscar Dann konnte ich auch darüber hinwegsehen, dass mir ein Bleistift oftmals gute Dienste leistete, wenn mein Kassettenrekorder Bandsalat mit meiner Lieblingsmusik produziert hatte. Aber der „Walkman“ bietet Stoff für eine neue Folge der neuen „Fulda aktuell“-Reihe „Zeit-Reise“.

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