Zeitung macht Schule: Ist unser Afrika-Bild richtig?

Künzell. "Kriege, Korruption und Katastrophen. Ist unser Afrika-Bild wirklich richtig?  Diese Frage haben wir versucht zu beantworten und sind

Künzell. "Kriege, Korruption und Katastrophen. Ist unser Afrika-Bild wirklich richtig?  Diese Frage haben wir versucht zu beantworten und sind auf erstaunliche, für uns teilweise neue, aber auch interessante Ergebnisse gekommen!

"Wir", das sind 36 Schüler der ,Rudolf-Steiner-Schule Loheland’ in Künzell. Im Unterricht im Fach ,Politik und Wirtschaft’ in der zwölften Klasse haben wir gemeinsam mit unserem Lehrer  Dr. Andreas Herberg-Rothe jeweils in dreiwöchigen Epochen jeden Tag diese Fragen zu untersuchen versucht. In kleinen Gruppen wurden allerhand Vorurteile gesucht, deren Bestätigung gefunden oder über unsere westliche Fantasie, was Vorurteile angeht, geschmunzelt.

Eine andere Gruppe befasste sich tiefer mit dem Selbstverständnis und den Erfahrungen von afrikanische Frauen. Was dürfen sie? Was müssen sie? Macht es einen Unterschied, ob die Frauen christlich oder islamisch sind? Des Weiteren untersuchte diese Gruppe, ob ,Fair Trade’ den Frauen hilft.  Auch das dramatische Thema der Zwangsbeschneidung wurde aufgearbeitet.  Die Zukunft Afrikas steckt in seiner Jugend. Zwei Schüler haben in den drei Wochen alles Wissenswerte rund um die Jugendlichen in Afrika zusammen getragen. Die vierte Gruppe tauchte in die Weiten der Hilfsorganisationen ab. Dazu wurde eine Organisationen heraus gesucht und ihre Strukturen und Einsatzgebiete analysiert. Politisch umstrittenere Fragen stellte sich die letzte Gruppe. Wie entstanden die Grenzen und wer regiert in Afrika? Die einen wissen es, für andere ist es sehr neu, aber das Ausmaß, in dem viele wirtschaftsstarke Nationen wie vor allem China in Afrika expandieren, ist schwer zu fassen. Dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die wir uns gestellt haben. Afrika macht einen großen Teil der Weltbevölkerung aus und diese Menschen haben ein unglaubliches Potential.

Um auch Sie an unseren interessanten und erstaunlichen Ergebnissen und Vorschlägen für die Zukunft teilhaben zu lassen, hatten wir die Idee, diese in einer Zeitung umzusetzen. Doch wie ist das realisierbar und wie können wir möglichst viele Leser erreichen? So kamen wir schnell zu "Fulda Aktuell", deren Redaktion uns sowohl einen Platz zum Vorstellen unserer Ergebnisse zusicherte, als auch das Angebot unterbreitete, uns mit professionellem Rat zur Seite zu stehen. Diese Chance werden wir nun nutzen, um heute und in den nächsten Ausgaben von "Fulda Aktuell" ein Stück

Afrika mit all seinen Problemen aber auch Chancen nach Fulda und Umgebung zu zaubern. Die Ergebnisse sind eben so vielseitig wie Afrika und seine Menschen. Deshalb dürfen die ,Fulda aktuell’-Leser in unseren Beiträgen keine offizielle Position unserer Schule oder gar eine einheitliche Darstellung erwarten – sondern eher ein buntes Kaleidoskop, das zum Nachdenken anregen soll."

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