Zertifikat für Krankenhaus Eichhof

Der Chefarzt der Inneren Medizin/Gastroenterologie am Krankenhaus Eichhof, Dr. Johannes Roth, erhielt das qualifizierende Zertifikat der DGVS.

Lauterbach. Der Chefarzt der Inneren Medizin/Gastroenterologie am Krankenhaus Eichhof, Dr. Johannes Roth, erhielt das qualifizierende Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) für die erfolgreiche Weiterbildung im Bereich "Onkologische Gastroenterologie".

Was sich nüchtern anhört, ist eine gute Nachricht für die Bevölkerung in der Region. Mit dem erworbenen Qualitätsmerkmal erhält Dr. Roth schwarz auf weiß die Bestätigung für sein "Know how" in der Versorgung von Krebspatienten mit gastrointestinalen Tumoren. Patienten mit Krebsbefunden der Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse können sicher sein, dass die heimatnahe medizinische Betreuung für sie keine Nachteile birgt und sie in Lauterbach optimal versorgt werden.

Um Betroffenen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, hatte das Hessische Sozialministerium im Jahr 2010 das sogenannte "Hessische Onkologiekonzept" ins Leben gerufen. Ziel dieses Konzeptes ist die verbesserte Abstimmung der medizinischen Versorgung aller Tumorpatienten in Hessen, aufgeteilt in sechs Versorgungsgebiete. Da die Entwicklungsphase nun beendet ist und das Konzept ab 2015 flächendeckend an den Start geht, müssen Vollversorger wie die Universitätskliniken in Frankfurt, Gießen und Marburg sowie weitere Kompetenzzentren wie beispielsweise das Klinikum Fulda als koordinierende Kliniken tätig werden. Kleinere Häuser wie das Krankenhaus Eichhof gelten als kooperierende Partner.

"Die Zusammenarbeit verschiedenster Fachbereiche wie Innere Medizin, Onkologie, Chirurgie, Strahlentherapie und Pathologie werden zukünftig fachlich aufeinander abgestimmt sein und sollen so betroffenen Patienten die bestmögliche individuelle Therapie angedeihen lassen", erklärt Chefarzt Dr. Roth. "Das jetzt erworbene Zertifikat ist letztlich nur die Bestätigung für die vorausschauende Arbeit, die wir hier am Eichhof durchführen", so der Mediziner weiter. "Wir pflegen bereits seit Jahren eine gemeinsame interdisziplinäre Tumorkonferenz mit der onkologischen Praxis Susanne Simon-Becker in Alsfeld sowie den Kollegen der Strahlentherapie und Pathologie in Fulda."

Das Krankenhaus Eichhof hat seine Hausaufgaben längst gemacht. Die Vorgaben des Hessischen Sozialministeriums für das "Hessische Onkologiekonzept" können in Lauterbach ohne Verzögerung umgesetzt werden. "Durch die bereits seit Januar 2007 bestehende Tumorkonferenz an unserem Haus sind wir ohne Verzögerung in der Lage, von der Früherkennung bis zur Tumornachsorge eine lückenlose und effiziente Struktur für Krebspatienten zu schaffen", bestätigt der Verwaltungsdirektor des Krankenhauses Eichhof, Dr. Christof Erdmann. "Häuser, die eine solche Zusammenarbeit mit anderen Fachexperten nicht gesucht haben, müssen ganz neu anfangen. Dank unseres Onkologischen Arbeitskreises können wir bereits auf jahrelange Erfahrung in Diagnostik und Therapie zurückgreifen und das kommt unseren Patienten zugute", so der Verwaltungschef.

"Das fachliche "Know how" ist am Eichhof vorhanden", sagt Chefarzt Dr. Roth. "Die Aussicht auf heimatnahe Versorgung hilft bei der Therapie. Die Vermeidung für Patienten, sich in einer emotional ohnehin anstrengenden Situation durch verwirrende Behandlungsangebote durcharbeiten zu müssen und nicht zuletzt die Sorge, für einen unabsehbaren Zeitraum das gewohnte Lebensumfeld verlassen zu müssen, sind einer erfolgreichen Therapie nicht zuträglich", ist der Mediziner überzeugt. Mit der Umsetzung des "Hessischen Onkologiekonzepts" dürften Krebspatienten in Hessen sicher sein, dass sie eine bestmögliche Behandlung erhalten und neue Therapiemöglichkeiten nicht ungehört an ihnen vorbei gehen.

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