Zwei Welten vereint: Kris Duangphung aus Fulda ist Berufsfotograf und international bekanntes Model

Kris Duangphung als Model.
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Der Fuldaer Kris Duangphung gibt Einblick in seine Arbeit und sein Leben als "Jet-Setter", der doch in Fulda zuhause ist.

Fulda - Kris Duangphung ist ein „föllscher Jung“. Auch wenn es auf den erste Blick nicht so aussieht. Seine Familie kommt aus China und Thailand, seine Eltern kamen aus beruflichen Gründen nach Fulda. Der heute 39-Jährige besuchte das „Marianum Fulda“ bis zum Fachabitur, machte eine Ausbildung zum Fitnesslehrer und studierte Betriebswirtschaftslehre in Fulda. Was zunächst nach einem „ganz normalen“ beruflichen Werdegang klingt, hat sich bei Kris aber ganz anders entwickelt.

Erster "Boys Content" in Thailand

„Ich war schon immer sehr sportlich und hatte eine dementsprechende Figur“, sagt er. Bei einem der zahlreichen Urlaubsaufenthalte in Thailand ließ er sich von seinen Cousinen, die als „Video Jockeys“ arbeiteten, überreden, bei einer Mister-Wahl namens „Boys Content“ mitzumachen. Da war er 19 Jahre alt. „Das waren meine ersten Erfahrungen auf einem Laufsteg“, erinnert er sich.

„Mein Aussehen verdanke ich wohl einer Mischung aus Sport und dem Verzicht auf Alkohol“, schmunzelt Kris im Gespräch mit „Fulda aktuell“. Mit dem ersten Wettbewerb in 1997 startete seine Model-Karriere. „In Deutschland kennt man mich kaum“, erzählt er. Dafür sei sein Gesicht aber im asiatischen Raum bekannt. Allerdings war er auch hierzulande im Fernsehen zu Gast. „Bei der Talkshow von Arabella Kiesbauer gab es 1999 einen Model-Wettbewerb“, erinnert er sich. Dabei belegte er den ersten Platz. „In dieser Zeit habe ich viele Erfahrungen gesammelt“, sagt Kris. Er sei immer „mit einer gewissen Skepsis“ an die Model-Karriere gegangen, aber: „Was habe ich zu verlieren?“, sagte er sich. Grundsätzlich hält er sich für „nicht sehr extrovertiert“. „Ich hätte vielleicht mehr erreichen können“, sagt er im Nachhinein.

Viele einflussreiche Menschen kennengelernt

Während der Zeit als Model lernte er viele Menschen dieser Branche kennen. „Ich hatte sogar ein Angebot, in einer Boyband zu singen“, sagt er. „Aber ich kann nicht richtig singen“, schmunzelt er. Für die Mister-Wahlen, von denen Kris einige absolvierte, müsse man „sehr von sich überzeugt sein“ und sich gut präsentieren. Aber man verdiene kaum Geld damit. Auf der anderen Seite traf er viele Prominente aus dem Showbusiness. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit Laufsteg-Laufen und Aufträgen von Kunden, darunter in Deutschland auch „C&A“, „Lufthansa“ oder „Quelle“. „Hierzulande sind Models mit meinem Aussehen nicht so gefragt“, sagt er. Er müsse also viel reisen, um an Aufträge zu kommen. Aber internationale Firmen bräuchten Gesichter wie seines. „Die Kunden in den USA sind da viel offener“.

"Mehr in Fulda sein"

Bei Kampagnen für Marken wie „VW“ und „Mercedes-Benz“ oder „Philips“ war Kris im Einsatz. Sein beruflicher Weg führte ihn auch aus dem beschaulichen Fulda für eine Weile rund um den Erdball. Mit Unterbrechungen war er von 1997 bis 2005 in Asien, Italien und anderen Ländern unterwegs, 2006 und 2007 lebte er in Ney York City und anschließend bis 2001 in Los Angeles. „Ich habe bei meinen Reisen um die Welt zahlreiche Eindrücke gewonnen“, sagt Kris. Er habe sehr viele Menschen kennengelernt. „Ich kann mich an jedes Projekt, das ich gemacht habe, erinnern“, erzählt das Model, der jetzt in Fulda einen andern beruflichen Weg einschlagen möchte. „Wegen Familie und Kindern möchte ich auch gerne mehr in Fulda sein“.

Als Fotograf hat sich Kris Duangphung in der Barockstadt selbstständig gemacht. „Mein besonderes Interesse gilt der Porträt-Fotografie“, sagt er. Als Model habe er sehr viel Erfahrungen vor der Kamera gemacht, die ihm nun hinter der Kamera nützen. „Ich habe mit zahlreichen namhaften Fotografen zusammengearbeitet und dabei Einiges über Fotografie und Bildgestaltung gelernt.“ Sein Fotostudio betreibt Kris in der Herrleinstraße 1 in Fulda. Auf www.krisphotography.de sowie auf www.krisduangphung.comgibt es weitere Informationen und einige seiner Fotos – als Model und als Fotograf – zu sehen.

Stolzer Papa von zwei Söhnen

Seit sieben Jahren lebt Kris in Fulda mit seiner Freundin zusammen, und die beiden haben zwei Söhne. „Unser Vierjähriger ist auch schon in einer Modelkartei gelistet, und ich würde mich freuen, wenn er beruflich auch in diese Richtung gehen würde“, sagt der stolze Papa. Nach Fulda kam die Familie Duangphung, weil der Vater eine Stelle als Oberarzt der Inneren Medizin am Klinikum Fulda bekam. Dieser hatte Kris’ Mutter während des Studiums in Gießen kennengelernt. Seine Mutter führte ein asiatisches Teegeschäft in der Fuldaer Innenstadt. Kris hat zwei Schwestern, die als Ärztinnen arbeiten.

„Meine Eltern können gar nicht so genau sagen, was ich beruflich mache“, scherzt der Fotograf – zumindest in Bezug auf das Modelling. Ganz bodenständig hat Kris aber vor, seinen Doktor in Betriebswirtschaft zu machen. „Ich möchte Dinge, die ich anfange, auch beenden“, sagt er. Zunächst möchte Kris Duangphung nun aber mit der Fotografie etwas Beständigkeit in sein Leben bringen. „Ich beschäftige mich schon seit zehn Jahren mit Fotografie“, erzählt er. Bei seinen Fotos vereinen sich die Erfahrungen aus zwei Welten, was man den Porträts von Kris Duangphung auch anmerkt. Beispiele gibt es auch auf dem Profil unter www.berufsfotografen.com zu sehen.

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