Der zweite Mann im Fahrstuhl-Talk: Georg Amshoff im Gespräch

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Beim ersten „Fahrstuhl-Talk“ von „Fulda aktuell“: Georg Amshoff (Mitte) mit Redaktionsleiter Bertram Lenz und Redakteur Christopher Göbel.

Nach fast 20 Jahren gibt Georg Amshoff, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Petersberg, das Amt auf. Wir sprachen mit dem langjährigen Kommunalpolitiker.

Petersberg - Im April feiert Georg Amshoff seinen 80. Geburtstag. Sein Name dürfte in Petersberg – und darüber hinaus – als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker bekannt sein. Seit fast 20 Jahren ist Amshoff Erster Beigeordneter der Gemeinde und war damit durchgehend Stellvertreter des heutigen Ehrenbürgermeisters Karl-Josef Schwiddessen.

Geboren und aufgewachsen in Westfalen nahe der niederländischen Grenze, absolvierte Amshoff eine Bäckerlehre. „Aber ich fand das immer toll, wie die Grenzposten mit ihren Ferngläsern patrouillierten, um Schmuggler zu fangen“, scherzt er. Mit 18 Jahren begann er seine Laufbahn beim damaligen Bundesgrenzschutz, der heutigen Bundespolizei. Dort blieb er 42 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung. Stationiert war er in Eschwege, Alsfeld, Bad Hersfeld, Fulda und zuletzt bis 1999 in Hünfeld.

Bereits in Bad Hersfeld war Amshoff politisch aktiv, unter anderem von 1968 bis 1975 für die CDU im Bad Hersfelder Stadtparlament. „Und plötzlich war ich im Kulturausschuss“, erinnert sich der 79-Jährige im „Fahrstuhl-Talk“ mit „Fulda aktuell“. Diese Beschäftigung mit den „Bad Hersfelder Festspielen“ unter damaligen Intendanten William Dieterle und Ulrich Erfurth brachte ihn zu einem seiner Hobbys: Dem Theaterspielen bei „Spectaculum“. „Ich habe den Bundesgrenzschützern immer empfohlen, als Statisten bei den Festspielen mitzumachen, auch um die Schauspieler kennenzulernen“, sagt Amshoff. Er selbst besucht die Festspiele jedes Jahr, erzählt er.

Theater, Chor, Archäologie

Seit 1980 lebt Amshoff mit seiner Ehefrau in Petersberg. Drei seiner vier Söhne sind inzwischen fern der Heimat beruflich aktiv, ein Sohn lebt noch in Petersberg. Er war Mitbegründer des Polizeichores und ist auch im „Archäologischen Arbeitskreis“ aktiv. „Ich fühle mich wohl hier, nicht zuletzt im katholischen Umfeld“, bekräftigt der Beigeordnete, dessen Amtszeit mit dem heutigen 31. März endet. In Petersberg hat der 79-Jährige seinen Lebensmittelpunkt. „Die Situation hier ist so, dass man dort, wo man sich einbringen kann, gut klarkommt“, sagt er.

Die Aufgaben eines Ersten Beigeordneten haben sich laut Amshoff in den vergangenen Jahren verändert. Er sei mit Schwiddessen immer sehr gut klargekommen. Doch nun sei es die Aufgabe des neuen Bürgermeisters Carsten Froß, sich sein eigenes Team zusammenzustellen. „Einem neuen Bürgermeister steht es sehr gut an, wenn er seine Arbeitscrew selbst findet“, so Amshoff. „Der Gemeindevorstand wird sehr von der Persönlichkeit eines Bürgermeisters geprägt.“

„Erster Beigeordneter gewesen zu sein, war ein toller Freizeitjob“, findet Amshoff, der kurz nach seiner Pensionierung 1999 von der Petersberger CDU als Erster Beigeordneter aufgestellt worden war. Nach knapp 20 Jahren auf runden Geburtstagen, Vereinsfeiern oder anderen wichtigen Anlässen wird man Georg Amshoff in Petersberg auch weiterhin erkennen. Auch wenn demnächst ein anderer den Bürgermeister vertreten wird.

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