Zwischenruf: Impfschutz heißt Schutz für alle

Redakteur Christopher Göbel und seine Meinung zum Thema Impfen und Impfschutz.

Osthessen - Impfen ist ein Thema, das die Nation spaltet. Die einen nehmen jede Impfung mit und verabreichen sie auch ihren Kindern, die anderen wiederum finden immer wieder Gründe gegen Impfungen und lassen sich und ihre Kinder nicht impfen. Diejenigen, die als Impfverweigerer unterwegs sind, sollten aber bedenken, dass sie nicht nur sich selbst gefährden, sondern auch Menschen um sie herum. Wer beispielsweise gegen Masern oder die Grippe geimpft ist, kann auch kein Überträger dieser Krankheiten sein und andere nicht anstecken.

Es gibt Menschen, die nicht geimpft werden können. Dazu gehören beispielsweise diejenigen, die ein Spenderorgan in sich tragen und deshalb Medikamente einnehmen müssen, damit das Organ nicht abgestoßen wird. Wer solch einen Menschen in der Familie oder im näheren Umfeld hat, muss grundsätzlich etwas vorsichtiger sein, da das Immunsystem des Transplantierten eben künstlich geschwächt ist. Dabei ist klar, dass eine Impfung mit dem Erreger nicht möglich ist. Der Schutz derjenigen, die selbst keinen Impfschutz erhalten können, steht meiner Meinung nach höher als die Verweigerung des Impfens aufgrund (oftmals) ausgedachter Gründe gegen Impfungen.

Errungenschaften der Medizin-Forschung

Die Medizin hat seit Beginn der Menschheit vieles vollbracht. Sie ist das, was uns heute älter als 30 Jahre werden lässt, was Schmerzen lindert und was Heilung bringt. Die Erfindung von Impfstoffen, um potenziell tödliche Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen und um Epidemien oder Pandemien einzudämmen, ist ein großer Verdienst der Medizin und der Forschung.

Ich kann die Menschen nicht verstehen, die sich strikt weigern, sich oder ihre Kinder impfen zu lassen. Und wenn es nur gemacht wird, um andere zu schützen. Es gibt in Deutschland keine Impfpflicht. Also muss es niemand tun. Das jetzt geltende Masernschutz-Gesetz ist ein erster Schritt, aber wirklich hilfreich im Kampf gegen die Masern ist es nur bedingt. Denn wenn die Schulen aufgrund der geltenden Schulpflicht auch Kinder unterrichten müssen, die nicht geimpft sind, so kann die Schule im Fall des Falles weiterhin ein Ort der Ansteckung sein.

Schulen überprüfen Impfnachweise

Manche Schulen überprüfen derzeit anhand von Impfpässen, ob die Schüler gegen Masern geimpft sind. Doch was tun sie bei den Schülerinnen und Schülern (und Lehrkräften, die nach dem 30. Dezember 1969 geboren wurden), die diesen Nachweis entweder nicht erbringen wollen oder können?

Schutzimpfungen sind wichtig. Nochmal: Nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern für die Allgemeinheit. Sollte es irgendwann einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben, wird das Serum wahrscheinlich mindestens so schnell injiziert sein, wie Klopapier, Mehl und Nudeln derzeit in unseren Supermärkten ausverkauft sind.

Hier geht es zurück zum Artikel mit Dr. Dirk Breitmeier zum Thema Impfschutz.

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