Zwischenruf: Totaler Datenverlust nach Plattencrash

Zwischenruf von Christopher Göbel
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Zwischenruf von Christopher Göbel

Dass Computerfestplatten nicht das ewige Leben haben, musste Redakteur Christopher Göbel nun schmerzlich feststellen.

Haben Sie sich schon einmal über sich selbst geärgert, weil Sie aus Bequemlichkeit eine Sache haben schleifen lassen? Ich gerade erst, als kurz nacheinander drei (!!!) meiner Computer-Festplatten sukzessive den Geist aufgegeben haben. Wie jeder PC-Nutzer weiß, sind Festplatten heute immens wichtig, denn dort lagert zum einen das Betriebssystem, zum anderen sammeln sich dort alle Daten an, die man oft oder zumindest gelegentlichbenötigt.

Hier auf meinem Dienst-PC wird jede Nacht alles gesichert, aber zuhause habe ich aus Bequemlichkeit und zugegeben auch aus Kostengründen darauf verzichtet, meine Daten regelmäßig zu sichern.

Das hat sich nun gerächt, denn vieles, was wirklich wichtig war und was ich noch benötig hätte, ist dem Daten-Crash zum Opfer gefallen. Die eine Platte klickt ununterbrochen, die zweite pfeift und die dritte macht einfach gar nichts mehr. Ich habe alle möglichen Kabel ausprobiert, alle möglichen Steckplätze auf dem Mainboard auch – aber nichts der Hausmittelchen hat gefruchtet. Die Suche im Internet hat mir auch nicht wirklich geholfen. Werbung für Datenrettungsdienste, die sich ihre Leistungen natürlich gut bezahlen lassen, gab es allerdings in Mengen.

Auch in einschlägigen Foren habe ich nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Aber Erhitzen, Einfrieren oder auf den Boden fallen lassen erschienen mir dann doch nicht angebracht – zumal ich immer noch die Hoffnung hatte, dass sie irgendwann wieder von selbst einfach funktionieren. Natürlich wird das nicht der Fall sein.

Was also tun? Am schmerzlichsten traf mich der Verlust meiner Fotos. Tausende Ordner hatte ich, in denen nach Jahren aufgeteilt mein „fotografisches Gedächtnis“ lagerte. Alles weg, alles futsch...

Zum Glück nutze ich zumindest seit ein paar Jahren auch das Internet und verschiedene Angebote, um Fotos dort zu speichern. Es ist zwar jetzt eine Heidenarbeit, aus allen Quellen meine Fotos wieder zusammenzusuchen, neu zu sortieren, umzubenennen und wieder auf meinem Rechner zu archivieren – aber ich habe mir das durch meine Nachlässigkeit selbst zuzuschreiben.

Eines weiß ich nun: Was wirklich wichtig ist, sichere ich und „Backup“ ist derzeit mein Lieblingswort. Aber ein Gutes hat es: Statt zehntausender Erinnerungsfotos auf der Festplatte sind es jetzt vielleicht noch maximal 25 Prozent, die ich wiedergefunden habe. Dafür sind es aber diejenigen, die ich zuvor als aufhebenswert andernorts gesichert hatte. Und somit bleibt mir die Essenz und damit das Wertvollste erhalten.

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