Zwischenruf: Das Gute im Blick haben

Redakteur Christopher Göbel Zwischenruf
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Christopher Göbel

Was war am Jahr 2020 positiv? Redakteur Christopher Göbel sieht einiges, was das Coronajahr uns gebracht hat.

Das Jahr 2020 hat viele von uns seit dem 13. März dazu gebracht, es am liebsten aus dem Kalender zu streichen. Aber auch dieses Jahr hat seine Berechtigung und es hat uns auch vorangebracht. Ich denke da beispielsweise an das, was viele Menschen bis dato kaum oder gar nicht kannten: Arbeiten zuhause. Das hat uns gelehrt, uns selbst zu disziplinieren, was die Aufgaben angeht, die man hat. Und aus meiner Erfahrung hat das viele Vorteile (wenn man sie sehen möchte). Durch Home-Schooling der Kinder hatte man viel mehr Kontakt zu ihnen, blieb aber mithilfe von Smartphone, Chat und Telefon immer auch in Kontakt mit den Kollegen von Kassel bis Fulda. Wie Sie vielleicht an FULDA AKTUELL gesehen haben, hatten wir immer Interessantes zu berichten – auch im ersten und zweiten Lockdown und der sogenannten „Saure-Gurken-Zeit“ im Sommer.

In der Region passierte viel und die Menschen haben zum großen Teil das Beste aus den coronabedingten Monaten herausgeholt. Pressekonferenzen per Videochat? Vereinstreffen online? Daran hatten die meisten zuvor gar nicht gedacht. Aber wie sich zeigte, hat sich unser Alltagsleben an die Situation angepasst – und wir mit ihm.

Wenn ich „Facebook“ und „Instagram“ sehe, dann gab es ganz viele kreative Ideen in vielen Bereichen. Im Handel, in den Kirchen, in privaten Bereichen. Man sah: Die Menschen finden sich zwar mit den Rahmenbedingungen ab, versuchen aber, dennoch das beste für sich und andere zu erreichen. Hilfsdienste für alte Menschen und diejenigen, die sich in Quarantäne begeben mussten sind nur eines der Zeitzeichen, die ich als sehr positiv erachte. Wir sind und waren füreinander da, wenn jemand uns gebraucht hat. Und wir siund waren dankbar, wenn uns Hilfe angeboten wurde.

Für mich selbst kann ich sagen, dass ich in diesem Jahr zwei Fertigkeiten erlernt habe, von denen ich zuvor gar nicht wusste, dass ich es schaffen könnte. Das eine ist das Nähen von Alltagsmasken. Es hat ein paar Versuche gebraucht, aber inzwischen kann ich für Familie und Freunde Masken nähen, die (ganz) gut aussehen, passen und auch den Anforderungen entsprechen. Das zweite ist, dass ich es geschafft habe, mir ganz allein die Haare zu schneiden. Das erste Mal im ersten Lockdown war ein Versuch, der zum Glück gut endete. Inzwischen bekomme ich das mit zwei Spiegeln, einer Schere und etwas Geduld ganz passabel hin. Zumindest hat sich noch niemand beschwert ;- ) !

Das Positive zu sehen und aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen, liegt in meiner Natur. Ich bin optimistisch veranlagt. Aus jeder noch so schlimmen Situation gibt es einen Ausweg. Dieser Weg kann steinig sein, aber am Ende wird es eine Lösung geben. So auch für die Corona-Pandemie, von der wir unseren Enkeln einmal erzählen werden: Wisst Ihr, 2020 war ein Jahr, das viel Leid verursacht hat, aber die Menschheit auch irgendwie weitergebracht hat.

Bleiben Sie hoffnungsfroh und gesund!

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