33-Jähriger soll versucht haben Seniorin umzubringen

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Zwei Männer sollen am vergangenen Samstag in hann. Münden eine 72-Jährige überfallen haben. Er von ihnen trug zur Tatzeit eine sogenannte elektronische Fußfessel aufgrund einer entsprechenden gerichtlichen Anordnung, weil er Freiheitsstrafen wegen verschiedener Sexualstraftaten verbüßt hatte.

Hann. Münden. Nach Raub in der Dreiflüssestadt wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Einer trug zur Tatzeit eine Fußfessel.

Hann. Münden/Göttingen.  Nach dem Überfall auf eine 72 Jahre alte Mündenerin, die am Abend des 4. Januars in ihrer Wohnung am Kattenbühl angegriffen und schwer verletzt worden war (lokalo24.de berichtete online), nahm die Polizei jetzt zwei Tatverdächtige fest. Es handelt sich um einen 33-Jährigen aus dem Landkreis Peine und einen 32-Jährigen aus Duderstadt.

Einer der Täter war an eine Fußfessel gebunden

Der 32-Jährige trug zur Tatzeit eine sogenannte elektronische Fußfessel aufgrund einer entsprechenden gerichtlichen Anordnung, weil er Freiheitsstrafen wegen verschiedener Sexualstraftaten verbüßt hatte. Eine Überprüfung der von der Fußfessel gesendeten Daten ergab, dass sich der Beschuldigte zur Tatzeit unmittelbar in Tatortnähe aufhielt.

Mit Hilfe der von der Fußfessel gesendeten Standortdaten konnte der Beschuldigte verhaftet werden. Wegen seiner Angaben bestand ein Tatverdacht gegen den mutmaßlichen Mittäter aus Peine, der ebenfalls verhaftet werden konnte und bereits ein umfassendes Geständnis bei der Polizei Göttingen abgelegt hat.

Vorwurf des versuchten Mordes und Raubes

Gegen die beiden Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes bzw. des Raubes zum Nachteil der Mündener Seniorin ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat der 32-Jährige seinem Mittäter davon berichtet, dass das spätere Opfer eine größere Menge Bargeld in der  Wohnung aufbewahre. Gemeinsam hatten sich die Beschuldigten am Tag des Überfalls gegen 19 Uhr zur Wohnung der geschädigten Seniorin begeben.

72-Jährige wurde gewürgt

Der 33-Jährige gelangte auf noch nicht geklärte Art und Weise in die Wohnung des Opfers. Dort würgte er die Seniorin, bis er kein Lebenszeichen mehr feststellte. Anschließend durchsuchte er nach eigenen Angaben die Wohnung erfolglos nach Bargeld und verließ schließlich unter Mitnahme der Handtasche des Opfers den Tatort. Die Geschädigte erlitt bei der Tat unter anderem einen Kieferbruch, sie ist außer Lebensgefahr. Gegen die beiden Männer wurde vom Amtsgericht Göttingen Haftbefehl erlassen.

So funktionieren elektronischen Fußfesseln

Die elektronische Fußfessel dient der Überwachung von (Ex-)Straftätern. Sie wird am Fußgelenk eines zu dieser Maßnahme verurteilten Menschen angebracht. Das Gerät ist mit einem Sender ausgestattet, der mit einem stationären Empfänger per Telefon- oder per Mobilfunknetz mit der zuständigen überwachenden Behörde verbunden ist. Bei Verwendung einer mobilfunkangebundenen elektronischen Fußfessel kann der Standort des Betroffenen rund um die Uhr überwacht werden. Das Tragen einer elektronischen Fußfessel setzt u.a. voraus, dass eine Strafe von mindestens drei Jahren vollständig vollstreckt, bzw. dass die Erledigung einer Maßregel wie der Sicherungsverwahrung eingetreten ist, und weiter die Gefahr schwerer Straftaten, insbesondere Gewalt- und Sexualstraftaten, besteht. Quelle: Wikipedia

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