Achtung, Schulanfänger!

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In den kommenden Wochen runter vom Gas: Die Schulanfänger werden es Ihnen danken!

Hann. Münden. TÜV-Station gibt Tipps für Eltern und Autofahrer.

Hann. Münden. Am 11. September begann das neue Schuljahr in Niedersachsen. Für viele ABC-Schützen begann damit die Schulzeit verbunden mit ungewohnten Schulwegen. Das  bedeutet  Gefahr  für  die  Kinder  durch  den Straßenverkehr und  fordert erhöhte  Aufmerksamkeit  bei  Autofahrern.  Guido  Geese,  Leiter  der  TÜV-Station Hann.  Münden,  gibt  Tipps,  worauf  Eltern  und  Autofahrer  in  den nächsten  Wochen  achten  sollten,  wenn  die  kleinen  ABC-Schützen  den Straßenverkehr erobern.

Die Sicht der Kinder verstehen

Kindern  fehlt  wegen  ihrer  Körpergröße  oft  noch  der  nötige  Überblick  und müssen  sich  zum  Beispiel  zwischen  den  am  Fahrbahnrand  geparkten Fahrzeugen vortasten, um den fließenden Verkehr einsehen zu können und sind daher leicht zu übersehen. Doch auch wenn Autofahrer Kinder sehen, sollten sie weiter  aufmerksam  bleiben.  "Kinder  haben  schnell  andere  Dinge  im  Kopf  und  können  sich  noch  nicht  so  lange  konzentrieren",  so  der  Hann.  Mündener Stationsleiter.  "Sie schätzen dann eine Situation vielleicht falsch ein, vergessen das  gesehene  Auto  gleich  wieder,  handeln  spontan,  toben  oder  stolpern  –  da kann  es  schnell  zu  brenzligen  Situationen  kommen."  Kinder  sind  auch  in ihrer Wahrnehmung  noch  nicht  ausgereift:  Tunnelblick,  fehlendes  räumliches  Hören und  eine  langsamere  Reaktionszeit  müssen  von  anderen  Verkehrsteilnehmern berücksichtigt werden. "Kinder um das sechste Lebensjahr haben außerdem ein so genanntes magisches Weltbild", so Geese. "Sie gehen dann davon aus: Weil ich das Auto gesehen habe, hat mich der Fahrer auch gesehen."

 "An der Bordsteinkante immer erst stehen bleiben"

Eltern können im Vorfeld viel dafür tun, um ihre Kinder auf die selbstständige Teilnahme  am  Straßenverkehr  vorzubereiten.  Die  vielen  neuen  Eindrücke  im Straßenverkehr,  aber  auch  in  der  Schule,  bedeuten  Stress.  "Ängstliche  Kinder  sind schlechter lernfähig. Sie an die Hand zu nehmen vermittelt Geborgenheit", weiß  Geese.  "Auch  klare  Anweisungen,  wie  an  der  Bordsteinkante  stehen  zu bleiben und nach links und rechts zu gucken, helfen ihnen, sich in dem neuen Umfeld zu orientieren."Eltern  sollten  den  Schulweg  mehrfach  mit  dem  Kind  abgehen,  um  es  an  die Gefahren  im  Straßenverkehr  in  konkreten  Situationen  heranzuführen.  Dazu gehört  auch,  mit  dem  Kind  immer  das  sichere  Überqueren  der  Straßen  zu trainieren.  Nach  einiger  Zeit  können  Eltern  dem  Kind  zunehmend  die  Führung überlassen und nur noch in Gefahrensituationen vorbeugend eingreifen. "Kinder sind nach der Schule müde und daher unfallgefährdeter als morgens. Planen Sie also  ausreichend  Zeit  für  den  Schulweg  ein",  so  der  Stationsleiter.  Gehen  die Kinder bald alleine zur Schule, sollten Eltern trotzdem von Zeit zu Zeit ihr Kind auf  dem  Schulweg  begleiten,  für  den  Fall,  dass  sich  doch  wieder  eine Unsicherheit eingeschlichen hat.

Die richtige Kleidung  "Zum  sicheren  Schulweg  gehören  auch  helle,  gut  sichtbare  Kleidung, Kinderwarnwesten und ein Schulranzen mit reflektierenden Flächen", empfiehlt Geese. "In dem Alter ist leuchtende Kleidung auch noch eher spannend und toll als uncool und kann gerade in der dunklen Jahreszeit Leben retten." Trotz aller Vorbereitung  bleiben  Kinder  Kinder.  Deshalb  bittet  Geese  die  Hann.  Mündener Autofahrer aufmerksam zu bleiben – vor allem im Umkreis von Schulen und in Wohngebieten.  "Fahren  Sie  langsam  und  seien  Sie  stets  bremsbereit  –  den Kindern zuliebe!"

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