Achtung Wunderheilerin!

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Region. Wer kennt diese Frau? Polizei Göttingen fahndet mit Bild aus Überwachungskamera nach unbekannter Betrügerin.

Göttingen. Mit einem Bild aus der Überwachungskamera eines Göttinger Supermarktes fahndet die Polizei Göttingen nach einer unbekannten "Wunderheilerin", die im Juli diesen Jahres eine 41 Jahre alte Frau in der Innenstadt in russischer Sprache angesprochen und schließlich um mehrere tausend Euro betrogen hat. Die etwa 60 bis 65 Jahre alte unbekannte Betrügerin war zusammen mit ca. 45 bis 50 Jahre alten einer Komplizin unterwegs, von der es leider kein Bildmaterial gibt. Wer die sehr korpulente Frau auf dem nebenstehenden Foto kennt und Hinweise zu deren Identität, Aufenthaltsort oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon 0551/491-1013 bei der Polizei Göttingen zu melden.

Die Polizei in Göttingen fahndet seit dem 10. Juli nach den zwei unbekannten russischen Trickbetrügerinnen, die eine 41 Jahre alte Frau russischer Herkunft um ihre Ersparnisse in Höhe von mehreren tausend Euro betrogen haben. Nach Schilderung des Opfers sprachen sie die beiden Frauen unvermittelt in der Göttinger Innenstadt an. Die eine der beiden gab sich als 'Wunderheilerin' aus und sagte, dass sie ihr helfen könne. Der Familie der 41-Jährigen und auch ihr selbst würde es dann immer gut gehen und die Göttingerin müßte sich z. B. überhaupt keine Gedanken mehr über Krankheiten machen, so das Versprechen. Aus ihr selbst im Nachhinein vollkommen unerklärlichen Gründen, baute die 41-Jährige nach eigenen Angaben im Laufe des Gespräches ein tiefes Vertrauen zu den unbekannten Russinnen auf und glaubte schließlich sogar den Versprechungen der "Wunderheilerin". Die beiden Betrügerinnen wirkten anschließend über mehrere Stunden so lange und so intensiv auf die Frau ein, dass sie sich dazu überreden ließ, ihre Ersparnisse von der Bank abzuheben.

Angeblich um "Schaden vom Sohn der 41-Jährigen abzuwenden", so die Wunderheilerin, müsse sie das Geld anfassen und berühren. Das durch die Vorgespräche regelrecht "fremdgesteuerte" Opfer ließ sich darauf ein und hob das Geld ab. Während die 41-Jährige dies tat, wartete die "Wunderheilerin" vor der Bank. Ihre Komplizin hatte sich vorher schon in unbekannte Richtung entfernt. Mit dem abgehobenen Geld gingen Opfer und Betrügerin zunächst spazieren. In einer Bushaltestelle am Kornmarkt wollte die "Wunderheilerin" dann das Geld sehen. Gutgläubig gab die 41-Jährige der unbekannten Russin den Umschlag mit mehreren tausend Euro Inhalt. Die "Wunderheilerin" nahm das Geld heraus und gab es der Göttingerin kurz danach in einer Papiertüte mit der Begründung zurück, dass "diese Tüte besser für das Geld sei". Danach trennten sich die Wege der beiden Frauen. Zuhause angekommen wollte die 41-Jährige ihr Geld noch einmal nachzählen. In der Papiertüte befand sich aber nur noch wertloses Papiergeld.

Von den Betrügerinnen fehlte seitdem jede Spur. Das Opfer beschreibt sie wie folgt:

1. Ca.45 bis 50 Jahre alt, ca. 160 cm groß, Russin, kräftige Statur, helles Haar, gepflegte Erscheinung;

2. Ca. 60 bis 65 Jahre alt, ca. 165 cm groß, Russin, dick, helles Haar, gepflegte Erscheinung.

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