Alle Hürden gemeinsam überwinden

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Hann. Münden. Neuer Behindertenbeirat will Bewusstsein für die Bedürfnisse gehandicapter Menschen schaffen.

Von MATHIAS SIMON

Hann. Münden. In der Drei-flüssestadt hat sich bereits im November ein Beirat für Menschen mit Behinderung gegründet. Jetzt stellte die Behindertenbeauftragte der Stadt, Eva Erbe, die Gruppe der Presse vor und hofft darauf die Lage der gehandicapten Menschen in Hann. Münden gezielt verbessern zu können. Dafür habe man im Rathaus ein Fach eingerichtet, in dass Betroffene oder auch andere Bürger Vorschläge, Anregungen und Ideen ablegen können. Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen bieten die öffentlichen Sprechstunden mit Eva Erbe im Haus der sozialen Dienste (Am Plan 2, Obergeschoss, Raum 206).  Hier werden auch Fragen zu Schwerbehinderten-Ausweisen und ähnliches beantwortet.

Beirat soll Erbe entlasten

"Der Beirat wurde gegründet, um mich und meine Stellvertreterin Susanne Klaus zu unterstützen, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Bislang war ich Einzelkämpferin und war mit Teilen meiner Aufgaben einfach überfordert. Fünf weitere Personen wurden in den Beirat berufen, um das Leben behinderter Menschen hier weiter zu verbessern", so Erbe. Und das gestalte sich zum Beispiel für Menschen, die an Rollstühle oder Rollatoren angewiesen seien, schwierig. "Hann. Münden ist eine alte Stadt, da gibt es oft Schwierigkeiten mit den Eingängen, oft sind Treppen davor", so Erbe. Veranstaltungen im Rathaus, das Abgeben von Pakten und Briefen in der Poststelle Bahnhofstraße oder auch der Besuch des Amtsgerichtes gestalte sich aufgrund der Treppen schwierig. Im letzteren Fall habe das Land bereits siganalisiert einen sogenannten Plattform-Lift installieren zu wollen. Immerhin. Ein weiteres Problem ist die geringe Zahl von behindertengerechten Toiletten in der Innenstadt. Laut Erbe seien zwar zwei vorhanden, eine am Tanzwerder und eine am Natermannturm. Doch man brauche einen kostenpflichtigen Schlüssel und außerdem lägen beide sanitären Anlagen weit auseinander und seien für Menschen mit Gehbehinderungen nur zeitintensiv zu erreichen.

Deshalb schlägt der Beirat vor am Kronenturm in der Bahnhofstraße ein entspechendes stilles Örtchen zu installieren.  Ärgern tun sich die Mitglieder der siebenköpfigen Gruppe regelmäßig über Autos, die auf für Behinderte ausgewiesene Parkplätze stehen. Um die Fahrer für die Dringlichkeit dieser Flächen zu sensibilisieren wollen Erbe, Klaus & Co. bei Zuwiderhandlungen rote Zettel hinter die Scheibenwischer der falsch geparkten Fahrzeuge klemmen. Man wolle die Leute nicht gängeln, sondern ein Bewußtsein für die oft schwierige Situation behinderter Menschen schaffen, so Erbe, die sich über die Unterstützung der Stadt freut. Sie habe die Gründung des Behindertenbeirates von Anfang an unterstützt.

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