Förderverein Mündener Altstadt lenkt Blick auf neue Vorhaben

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Die Rotunde, hier ein Bild vom DenkmalKunst-Festival aus 2011, ist ein attraktiver Veranstaltungsort. Die Zahl der erlaubten Besucher ist aufgrund eines Zugangs derzeit jedoch stark eingeschränkt.

Vorstand verwirft Beleuchtung der Werrabrücke und möchte Rotunde umbauen

Hann. Münden. Der Förderverein Mündener Altstadt e.V. hat sich während seiner vergangenen Jahreshauptversammlung am 12. April neue Ziele gesteckt und alte verworfen. So die Beleuchtung der historischen Werrabrücke: „Leider mussten wir das Vorhaben aus bautechnischen Gründen beerdigen. Um die Lampen in den Gewölben des Bauwerks zu installieren, hätten wir etwa 20 Zentimeter große Löcher durch die Fahrbahn und das Mauerwerk hindurch bohren müssen. So hätten wir allerdings die Abdichtung beschädigt, die verhindert, dass Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringt. Die Kosten für eine Neuversiegelung sind zu hoch, sodass sie für das Projekt der Todesstoß waren“, informiert Vereinsvorsitzender Matthias Böhling. Auch von Außen sehe man keine Möglichkeit Leuchtmittel anzubringen. Man müsste Stromleitungen legen, was sehr kostenintensiv sei. Auch den Hochwasserschutz könne man nicht außer Acht lassen, so Böhling weiter. Installations- und Wartungsarbeiten seien nur über den Fluss möglich und daher sehr aufwändig.

„Vielleicht können wir unsere Idee verwirklichen, wenn die Stadt das nächste Mal die Brücke saniert“, gibt Böhling die Hoffnung noch nicht auf, „wir träumen also weiter.“

Zweiter Zugang zur Rotunde

Bis dahin man habe weitere Betätigungsfelder im Blick. Man überlege einen zweiten Zugang zur Rotunde zu schaffen, um dort größere Events stattfinden zu lassen. Ein zweiter Eingang sei aus Sicherheitsgründen nötig: „Bislang dürfen sich laut Vorschriften nur 15 Personen aufhalten. Wenn wir einen zweiten Zugang, vielleicht barrierefrei über eine Rampe oder über eine außenliegendes Metalltreppe schaffen, könnte man diesen attraktiven Veranstaltungsort effektiver nutzen“, stellt sich der Vereinsvorsitzende vor. Mit der Stadt habe man wegen etwaiger Denkmalschutzbestimmungen bereits gesprochen. Sie habe Pläne von einer Fahrstuhl in der Schublade, allerdings nicht das nötige Geld für die Umsetzung. Die Stadt, so Böhling, wolle sich bei den Planungen der Fördervereins-Idee einsetzen.

Ein zweites Projekt sei die Nachbesserung des Geländers im Aufgang des Hagelturms. Hier informiert der Arbeiter- und Geschichtsverein unter anderem über die Schrotkugel-Herstellung. Damit in Zukunft die dort herrschende Plage der Halmfliege (wir berichteten) nachhaltig beseitigt werden könne, wolle der Förderverein einen entsprechenden Arbeitseinsatz starten. Als Zeitrahmen nannte Böhling die kommenden Monate bis Herbst dieses Jahres.

Dann wäre man fast schon in der Weihnachtszeit und der nächsten Idee des Vereins angelangt und zwar stelle man sich vor nicht nur den Hagelturm mittels Strahler zur Weihnachtskerze werden zu lassen, sondern auch drei weitere Türme, um somit an vier Dezembersonntagen einen „Weihnachtskranz“ auf die Stadt zu verteilen. Auch hier müsse die finanziellen Möglichkeiten geprüft werden, so Böhling, der erklärt: „Wir wollen aus dem Schatten der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt heraustreten, die wir mit vielen Aktionen unterstützt haben, und nun andere Dinge anschieben. Bislang haben wir der Genossenschaft zugearbeitet, Flohmärkte organisiert und leere Schaufenster mit der „Schlaufenster“-Aktion mit Leben gefüllt“, so Böhling. Jetzt sei man bereit für die nächsten größeren Schritte.

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