Beamte in Göttinger Flüchtlingsunterkunft angegriffen

Die Polizisten wurden mit Gegenständen beworfen, als sie das Hausrecht gegen einen ehemaligen Bewohner durchsetzen wollten

Göttingen. Drei leicht verletzte Polizeibeamte und mehrere eingeleitete Ermittlungsverfahren, so lautet die vorläufige Bilanz des Polizeieinsatzes am Dienstagnachmittag in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Göttingen.

Ersten vorliegenden Informationen zufolge, wurde die Polizei zunächst von Mitarbeitern der Stadt Göttingen angefordert, nachdem es bei der Durchsetzung des Hausrechtes gegen einen ehemaligen Bewohner der Unterkunft zu Problemen kam. Als der junge Mann mit einem, für ihn wegen geäußerter Suizidgedanken angeforderten, Rettungswagen abtransportiert werden sollte, wurden die Einsatzkräfte unvermittelt von etwa 15 bis 20 mutmaßlichen Bewohnern mit Gegenständen beworfen. Daraufhin wurden sofort alle verfügbaren Streifenwagen aus Göttingen und der benachbarten Polizeiinspektion Northeim in den Schützenanger entsandt.

Im Zusammenhang mit den Vorfällen stellte die Polizei die Identität von insgesamt acht Tatverdächtigen fest. Sie gehören nach derzeitigen Erkenntnissen zu der Gruppe, die die Einsatzkräfte zuvor u. a. mit Fahrrädern, Brettern und anderen Gegenständen beworfen hatten, vermutlich um eine gegen einen 20 Jahre alten ehemaligen Bewohner gerichtete Maßnahme zu verhindern.

Die Einsatzkräfte mussten schließlich Pfefferspray und einfache körperliche Gewalt einsetzen. Die Gruppe der Angreifer löste sich daraufhin auf und einige Personen flüchteten vom Gelände. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei drei der mutmaßlich Tatbeteiligten ergreifen. Rund 40 Beamte aus Göttingen und Northeim waren am Nachmittag im Schützenanger im Einsatz.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © Goss Vitalij - Fotolia

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