ASB startet Kältehilfe-Aktion

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ASB-Geschäftsführer Nils Borcherding (li.) überreicht (v.li.) Elke Unckenbold und Erika Maschke von der Mündener Hilfe sowie Barbara Schaumburg und Lars Hunold von der Ambulanten Hilfe Hann. Münden die vom ASB gespendeten Schlafsäcke und Isomatten.

Schlafsäcke und Isomatten für Obdachlose

Hann. Münden. Entsprechend dem Motto „Wir helfen hier und jetzt“ startete der ASB am 6. Dezember eine bundesweite Kältehilfe-Aktion, bei der Schlafsäcke und Isomatten an Obdachlose verteilt wurden. Rund vierzig ASB-Verbände, davon neun allein in Niedersachsen, beteiligten sich an der Aktion, die von Globetrotter, Europas größtem Händler für Outdoor-Ausrüstung, unterstützt wird. Auch der ASB-Kreisverband Göttingen-Land machte mit.

„Die Zahl der Wohnungslosen steigt dramatisch. Viele Notunterkünfte sind überfüllt, es gibt oftmals nicht genug Plätze für alle Bedürftigen. Daher haben wir uns entschlossen, diesen Menschen schnell und pragmatisch zu helfen“, erklärt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch die Idee der Aktion. Die strapazierfähigen Schlafsäcke sollen laut Bauch vor allem den Menschen helfen, die für die kalte Jahreszeit keine Unterkunft finden oder von deren Vorteilen nicht zu überzeugen sind. In Berlin, mittlerweile auch Hauptstadt der Obdachlosen, werde er gemeinsam mit ASB-Präsident Franz Müntefering die Verteilaktion unterstützen. Auch in Hann. Münden leben Menschen auf der Straße. Um diese Wohnungslosen kümmern sich in der Dreiflüssestadt unter anderem die Mündener Hilfe e.V. mit der Kaffeemühle in der Schmiedestraße 11 und die Ambulante Hilfe Hann. Münden der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten in der Langen Straße 35. Sie vermitteln auf Wunsch auch an die Stadt Hann. Münden, die eine Notunterkunft für Obdachlose bereithält. „Bei Bedarf können wir Schlafsäcke und Isomatten mitgeben“, informieren Barbara Schaumburg, Mitarbeiterin der Ambulanten Hilfe sowie Elke Unckenbold, Vorsitzende der Mündener Hilfe. Jedoch sei die Zahl der benötigten Schlafsäcke bei beiden Institutionen begrenzt, da Lagerräume fehlen. Außerdem gehe die Anzahl der nach Münden kommenden Durchreisenden leicht zurück, berichten die beiden Vertreterinnen der örtlichen Hilfseinrichtungen. Die obdachlosen Menschen hielten sich eher in großen Städten auf. Die Dreiflüssestadt sei für sie zumeist nur eine Zwischenstation.

„Deswegen haben wir uns nach Anfrage des ASB zusammen zehn Schlafsäcke und Isomatten gewünscht, über die wir uns sehr freuen“, so die beiden Frauen.Für den ASB-Kreisverband Göttingen-Land ist es selbstverständlich, sich an der Kältehilfe-Aktion zu beteiligen. „Hier geht es um Nothilfe. Menschen in Not zu helfen und vielleicht somit auch ein Leben zu retten – das ist ein ureigenes Anliegen des ASB“, begründet Nils Borcherding, Geschäftsführer des ASB-Kreisverband Göttingen-Land, die Initiative. „Mit den georderten Schlafsäcken und Isomatten hoffen wir, die prekäre Lage von Obdachlosen vorerst etwas entspannen zu können.“

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